Ein unerwarteter Empfang
ALS ein Zeuge Jehovas in einer Ortschaft Westafrikas von Haus zu Haus ging, bereitete ihm eine Frau einen unerwarteten Empfang. Lächelnd trat sie aus der Tür und umarmte ihn stürmisch. Nur mit Mühe konnte er verhindern, von ihr geküßt zu werden. Freundlich erklärte er ihr, daß eine solche Begrüßung bei Ehepaaren, nicht aber bei Personen, die sich zum ersten Mal sehen würden, angebracht sei. Dann sagte er ihr, warum er gekommen sei. Die Frau, eine Prostituierte, wurde böse und befahl dem Zeugen, das Haus zu verlassen. Sie sagte, mit Männern, die ihre Begrüßung nicht akzeptierten, wolle sie nichts zu tun haben.
Eine Woche später war der Zeuge wieder in diesem Gebiet. Er beschloß, die Frau nochmals zu besuchen. Sie hörte ihn überraschenderweise an und war sogar bereit, die Bibel zu studieren. Sie begann, die Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas zu besuchen, und erkannte schnell, daß ihr Lebenswandel nicht im Einklang mit der Heiligen Schrift war. Sie hatte den aufrichtigen Wunsch, ihren Lebenswandel zu ändern, und sprach mit ihren Eltern über die wunderbaren Wahrheiten, die sie kennengelernt hatte. Aber die Angehörigen hatten für ihren Wunsch, ein anderes Leben zu führen, nichts übrig, denn sie hatte mit dem Geld, das sie auf diese Weise verdient hatte, den Bau ihrer Häuser finanziert. Doch die Frau ließ sich von ihren Angehörigen nicht abhalten. Sie änderte ihr Leben. Und jetzt ist sie glücklich, als getaufter Zeuge Jehovas die „gute Botschaft“ anderen verkündigen zu können.