„Ton“-Diplomatie in Kolumbien
DIE Verwaltung des überdachten Sportstadions in Bogotá (Kolumbien) hatte für die Zeit, in der Jehovas Zeugen ihren Bezirkskongreß darin abhielten, die Räumlichkeiten für einen Tag anderweitig vermietet. Ein mexikanisches Folklorekonzert sollte darin stattfinden. Die Zeugen Jehovas unterbrachen ihren Kongreß für diese Zeit, und nur ein paar von ihnen blieben zurück, um die Lautsprecheranlage zu bewachen.
Aber über 16 000 Kolumbianer, die das Stadion bis zum letzten Platz füllten, protestierten energisch, weil die teure Tonanlage, die für diesen Zweck gemietet worden war, nicht richtig funktionierte. Als die Zuhörer begannen, alles mögliche von den Tribünen auf die Spielfläche zu werfen, bekam der Verwalter Angst, sie könnten schließlich alles kurz und klein schlagen; daher fragte er die Zeugen, ob vielleicht ihre Lautsprecheranlage benutzt werden könnte. Als sie ausprobiert wurde, begann das Publikum zu applaudieren. Nachdem das Konzert erfolgreich zu Ende geführt war, regte der Fernsehansager an, daß sich die Zuhörer bei Jehovas Zeugen für ihre Mitarbeit bedankten, was sie auch kräftig taten.
Ein Musiker, der bis dahin seiner Frau Schwierigkeiten gemacht hatte, weil sie mit Jehovas Zeugen Verbindung hatte, war tief beeindruckt. Er gestand, eine ganz falsche Vorstellung von ihnen gehabt zu haben. Als der Kongreß am darauffolgenden Tag im Stadion fortgesetzt wurde, wohnte er sogar den Darbietungen bei.