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  • Psychoanalytische Feststellung unrichtig
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1963
w63 1. 10. S. 600

Psychoanalytische Feststellung unrichtig

◆ Die folgenden Worte erschienen in dem 1960 herausgegebenen englischen Buch: „The Informed Heart: Autonomy in a Mass Age“ von dem in Wien geborenen Psychoanalytiker Dr. Bruno Bettelheim, der in den Jahren 1938 und 1939 in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau in Haft war und jetzt Direktor der Orthogenic School an der Universität Chicago ist: „Ein ähnliches Verhalten war für eine weitere Gruppe charakteristisch, die gemäß psychoanalytischer Theorie als betont neurotisch oder ausgeprägt wahnhaft anzusehen gewesen wäre und daher leicht unter Druck hätte zusammenbrechen müssen. Ich beziehe mich nämlich auf die Zeugen Jehovas. Sie standen nicht nur auf einem ungewöhnlich hohen Niveau menschlicher Würde und des moralischen Verhaltens, sondern schienen gegen die Lagererfahrung gefeit zu sein, welche die Personen, die meine Mitpsychoanalytiker und ich für integrierte Typen hielten, vernichtete.

Alle Zeugen Jehovas wurden als Kriegsdienstverweigerer in die Lager gebracht. Das Haftleben schien sie wenig zu beeinflussen. Dank ihrer strengen religiösen Überzeugung blieben sie treu. Das einzige Verbrechen, das sie in den Augen der Nazis begangen hatten, war ihre Weigerung, Waffen zu tragen. Deshalb wurde ihnen oft die Freiheit versprochen, wenn sie nur Militärdienst leisten würden. Standhaft lehnten sie das Angebot ab. Glieder dieser Gruppe waren ... vorbildliche Kameraden, hilfsbereit, korrekt und zuverlässig. Sie ließen sich [nur dann] in einen Wortstreit ein ... wenn jemand ihre Glaubensansichten in Frage zog. Wegen ihrer gewissenhaften Arbeit wählte man sie oft als Vorarbeiter. Als Vorarbeiter, die einen Auftrag von der SS empfangen hatten, bestanden sie darauf, daß die Gefangenen ihre Arbeit gut und in der vorgesehenen Zeit ausführten. Obgleich sie die einzige Gruppe waren, die ihre Mitgefangenen nie mißhandelte, zogen die SS-Offiziere sie auf Grund ihrer guten Arbeit, ihrer Fähigkeiten oder ihrer bescheidenen Einstellung anderen für diese Aufgaben vor. Das Verhalten der Zeugen Jehovas stand in krassem Gegensatz zu den dauernden Kämpfen unter den anderen Gruppen von Gefangenen, denn sie mißbrauchten ihre engen Beziehungen zu den SS-Offizieren nie, um Stellungen der Gunst im Lager zu erlangen.“

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