Warum geht es den Bösen gut?
„WIE kommt es, daß die Bösen selbst am Leben bleiben?“ Diese Frage stellte vor langer Zeit der treue Hiob, und sie ist seither unzählige Male wiederholt worden. Wahrscheinlich denken auch viele Menschen im ehemaligen Jugoslawien darüber nach (wie die Frau auf dem Titelbild), die mit den Leidenden in einem tragischen Krieg mitfühlen. Weshalb trifft es zu, daß böse Menschen überleben, ja daß es ihnen gutgeht? Wie Hiob bemerkte, sind häufig „ihre Häuser ... der Frieden selbst, frei von Schrecken, und die Rute Gottes ist nicht auf ihnen“ (Hiob 21:7, 9).
Heißt das, Gott zu dienen, seinen Nächsten zu lieben und nichts Böses zu tun habe keinen Wert? Keinesfalls! Die Bibel hilft uns, die Dinge richtig zu sehen, wenn sie sagt: „Versuche nicht, die Übeltäter auszustechen oder denen nachzueifern, die verkehrt handeln. Denn wie Gras werden sie bald verwelken, und wie das Grün im Frühling werden sie dahinschwinden. Vertraue auf den HERRN, und tue Gutes“ (Psalm 37:1-3, The New English Bible).
Tatsächlich ist der scheinbare Wohlstand der Bösen nur befristet. Ihr Leben ist in Wirklichkeit sehr kurz, wogegen alle, die Gott dienen, eine herrliche Zukunftshoffnung haben. Bald wird sich Gottes Verheißung erfüllen: „[Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:4). Jene Zeit werden nicht die Bösen, sondern nur die Gerechten erleben. Werden wir dadurch nicht ermuntert, uns Gott zu nahen und zu lernen, seinen Willen zu tun, ganz gleich, wie böse andere in unserer Umgebung vielleicht sind?
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