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Erwachet! 1980
g80 8. 1. S. 17-21

Ein lebendiges Buch erreicht die Enden der Erde

ER HATTE Europa erobert und fürchtete niemand. Kein Gegner schien unbesiegbar. Doch nachdem er — Napoleon — die Geschichte der Bibel betrachtet hatte, gab er zu: „Die Bibel ist nicht einfach ein Buch, sondern ein lebendiges Geschöpf mit einer Macht, die alle besiegt, die ihr widerstehen.“

Sie ist wirklich ein Buch, das sich als unzerstörbar erwiesen hat. Ihr starker Einfluß ist nicht auf ihr Herkunftsland beschränkt. Obschon im Nahen Osten „geboren“, ist die Bibel in ein Land nach dem anderen eingedrungen. Sie hat Hunderte von Sprachen „sprechen gelernt“, um das Herz der Menschen zu erreichen. Doch das ist nicht ohne Schwierigkeiten vor sich gegangen.

In die Sprachen der Welt übersetzt

Zwischen dem Ende des 15. und dem des 19. Jahrhunderts erhöhte sich die Zahl der Sprachen, in denen die Bibel „sprach“, von 30 auf 450. Das war keine leichte Aufgabe, denn die Übersetzer hatten es oft mit Sprachen zu tun, die keine Schrift oder einen völlig andersartigen Aufbau hatten. Adoniram Judson, der Übersetzer der birmanischen Bibel, erklärte:

„Wenn wir in den Buchstaben und Wörtern nicht die geringste Ähnlichkeit mit irgendeiner Sprache entdecken, der wir bereits begegnet sind, und wenn diese Wörter nicht klar voneinander getrennt sind, sondern in ununterbrochenen Zeilen zusammenhängen, so daß ein Satz oder Absatz dem Auge wie ein einziges langes Wort erscheint; wenn wir kein Wörterbuch und keinen Übersetzer haben, um auch nur ein einziges Wort erklärt zu bekommen, und erst einmal die Sprache verstehen müssen, bevor wir uns die Hilfe eines eingeborenen Lehrers zunutze machen können: das kostet Mühe.“

Aber es gab noch schwierigere Hindernisse.

Die chinesische Bibel

Als Robert Morrison 1807 in Kanton (China) im geheimen begann, die Bibel zu übersetzen, sah er sich dem chinesischen Gesetz gegenüber: „Fortan sollen Europäer, die privat Bücher drucken und für ihre Religion Propaganda machen, hingerichtet werden.“

In einem verlassenen Lagerhaus — ständig mit der Angst im Nacken, entdeckt zu werden — vollendete er das Buch Apostelgeschichte. Er ließ einige Exemplare drucken und, mit falschen Buchdecken versehen, ungeniert an Buchhändler verteilen. Die handgefertigten hölzernen Druckplatten vergrub er sicherheitshalber, mußte aber später feststellen, daß sie alle von Termiten zerstört worden waren. Unverdrossen sein Ziel im Auge, vollendete er die gesamte Bibel.

Da diese Übersetzung jedoch in der Literatursprache, die von der Mehrheit der Chinesen nicht gesprochen wurde, abgefaßt war, begann Isaac Schereschewsky mit einer Übersetzung in die Sprache des Volkes. Kurz nachdem er begonnen hatte, wurde er durch eine Lähmung zum Invaliden. Er konnte nur noch einen Finger gebrauchen, dennoch ging die Übersetzung weiter. Mit diesem einen Finger bediente er eine Schreibmaschine, während seine Gehilfen die Wörter in chinesische Schriftzeichen übertrugen. Sieben Jahre lang, so heißt es in dem Buch Chinese Versions of the Bible, „verfolgte er nur e i n Ziel — den Chinesen das Wort Gottes verständlich zu machen. Tag für Tag, ohne Rast oder Pause, plagte er sich ab.“ Letzten Endes war dank dieser „Einfingerbibel“ Gottes Wort in einer Sprache verfügbar, die von mehr Menschen gesprochen wird als irgendeine andere.

Die entschlossenen Anstrengungen solcher Übersetzer ermöglichten es, daß verschiedene Teile der Bibel gegenwärtig in 1 660 Sprachen erhältlich sind. Zur Zeit verbreitet allein e i n e Bibelgesellschaft über 200 Millionen Exemplare im Jahr.

Läßt ihre Kraft nach?

Garantiert aber die weite Verbreitung der Bibel, daß sie einen lebendigen Einfluß hat? Ein junges Mädchen wurde gefragt, ob sie irgend etwas aus der Bibel kenne. Ihre bedauernswerte Antwort lautete: „Ja, da ist einmal eine Rose von Tante Mollys Grab, eine Locke von Großvaters Haar, eine Quittung von der Versicherung und Vatis Freimaurerabzeichen.“ Diese Unkenntnis ist kein Einzelfall.

Vielleicht besitzt du eine Bibel. Aber wie lange ist es schon her, daß du einige Seiten darin gelesen hast? Wie vertraut bist du mit ihrem Inhalt? Ein Baptistenprediger sagte: „Viele kennen die Bibel so, wie wir George Washington, Sokrates und Napoleon kennen — als historische Personen. Was eine persönliche Bekanntschaft mit ihnen betrifft, sind sie für uns tot. In diesem Sinne ist auch die Bibel heute für viele tot.“

Der wachsende Einfluß von Radio und Fernsehen und die zunehmende Hektik sind dem Lesen von Büchern abträglich. Außerdem bezweifeln viele, daß der Inhalt eines mehrere Jahrhunderte alten Buches einem helfen kann, die heutige emotionale Belastung zu bewältigen. Doch nicht alle denken so.

Die Bibel — eine lebendige Kraft für Millionen

Da ist eine ehemalige brasilianische Prostituierte, die ein eigenes Bordell hatte; ein ehemaliger Mörder in einem Gefängnis in Guatemala; ein Mann in Irland, der zu einer Bande von Ladendieben gehörte und sich etwa 400 DM pro Tag „verdiente“; eine amerikanische Hausfrau, die wegen ihrer Eheprobleme bereits zweimal einen Selbstmordversuch unternahm und einen Nervenzusammenbruch hatte; ein ehemaliger Trinker aus Guyana, der ein Glücksspieler war und „seine Freude daran hatte, Frauen zu verprügeln“. Was haben sie alle gemeinsam?

Sie änderten ihren Wandel, um in Übereinstimmung mit den biblischen Grundsätzen für Moral und Ehrlichkeit zu leben. Man könnte die Liste beliebig fortsetzen, denn jedes Jahr lernen Tausende von Personen, junge sowie alte, durch die Bibel die Kraft kennen, die ihnen hilft, den Belastungen der heutigen Welt standzuhalten. Ihr Leben hat ein Niveau der persönlichen Würde, des Glücks und der Zufriedenheit erreicht, das sie sich vorher nicht zu erträumen wagten.

Wie haben sie das geschafft? Haben sie lediglich eine Bibel zur Hand genommen, zu lesen begonnen und dann diese Änderungen vorgenommen? Kaum. Einer von ihnen sagte: „Ich wollte schon immer die Bibel verstehen, aber das ist schwierig.“ Sie erhielten alle persönliche Hilfe, ähnlich wie der äthiopische Hofbeamte, der in der Bibel erwähnt wird. Während er in den Schriften las, sprach ihn Philippus, einer der ersten Christen, an und fragte: „Verstehst du wirklich, was du liest?“ Die bescheidene Antwort lautete: „Wie könnte ich es denn je, wenn nicht jemand mich anleitete?“ Philippus half ihm dann bereitwillig (Apg. 8:30, 31).

Der Besuch von Zusammenkünften, in denen die Bibel studiert wird, hat ihnen ebenfalls geholfen, ihr Leben zu ändern. Diese Zusammenkünfte ähneln denen der Christen im 1. Jahrhundert. Man liest die Bibel eingehend. Zudem stehen befähigte Lehrer zur Verfügung, so wie damals die ‘Propheten und Lehrer’ (Eph. 4:11 bis 14). Das Nachschlagewerk The Interpreter’s Dictionary of the Bible sagt über sie: „Die Propheten und Lehrer erklären den Gläubigen die Botschaft der Rettung, die sie von den Aposteln erhielten, und zeigen ihnen die Anwendung auf ihre Lebensumstände.“

Konnten Außenstehende auch die Auswirkungen eines solchen Bibelstudiums bemerken? Die obenerwähnten Personen wurden alle Zeugen Jehovas. In der New Catholic Encyclopedia wird über Jehovas Zeugen gesagt, daß sie „gegenwärtig in dem Ruf stehen, weltweit zu den Gruppen mit dem besten Benehmen zu gehören“, daß sie im Predigen einen „unermüdlichen Eifer“ haben und daß ihre „Ehe- und Sexualmoral ziemlich streng“ ist.

Aus Afrika kommt die Zeitungsnotiz:

„Allen Berichten ist zu entnehmen, daß in den Gebieten, in denen Jehovas Zeugen unter den Afrikanern am stärksten vertreten sind, jetzt am wenigsten Unruhe herrscht. Gewiß üben sie einen Einfluß aus gegen Aufwiegelungen, Zauberei, Trunkenheit und Gewalttat jeder Art. Sie ermuntern zu einem intensiven Studium der Bibel“ (The Northern News, Zimbabwe, Rhodesien).

Natürlich ist ihr Verhalten nicht vollkommen, doch sicher ist das Gesamtergebnis beeindruckend. Eine wirklich große Bruderschaft von über zwei Millionen Menschen, die den Rat der Bibel anwenden, zeigt, daß die Botschaft der Bibel jetzt wie nie zuvor eine „lebendige Kraft“ ist, die in den Gläubigen wirksam ist (Jes. 2:2-4).

Eine lebendige Kraft für dich?

Zweifellos wünschst du dir Glück und Erfolg im Leben. Wer möchte das nicht! Beachte folgende Empfehlung:

„Dieses Buch des Gesetzes sollte nicht von deinem Munde weichen, und du sollst Tag und Nacht mit gedämpfter Stimme darin lesen, damit du darauf achtest, nach allem zu tun, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du deinen Weg zum Erfolg machen, und dann wirst du weise handeln“ (Josua 1:8).

Ja, der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben liegt nicht allein darin, die Bibel zu besitzen, sondern sie zu lesen und sorgfältig zu beachten. Obwohl die Bibel größtenteils kristallklar ist, sind einige Teile „schwer zu verstehen“ (2. Petr. 3:16). Diese schwierigen Stellen offenbaren, welche Beweggründe man hat (Hebr. 4:12). Wenn jemand in seinem Innersten nicht darauf bedacht ist, Gottes Willen kennenzulernen und zu tun, kann er leicht auf schwerverständliche Stellen hinweisen, um zu entschuldigen, daß er nicht viel in der Bibel liest. (Vergleiche Matthäus 13:10-16.)

Wir müssen uns eingestehen, daß wirklich Anstrengungen nötig sind, wenn wir die Bibel zu einer lebendigen Kraft in unserem Leben machen möchten. In Sprüche 2:1-5 wird gezeigt, daß wir, um die „Erkenntnis Gottes“ zu finden, „danach fortwährend wie nach Silber“ suchen und „wie nach verborgenen Schätzen“ ständig danach forschen müssen. Verborgene Schätze liegen nicht frei herum, um einfach aufgehoben zu werden. Man muß nach ihnen graben. Schatzgräber haben zuweilen schon aufs Essen und Schlafen verzichtet. Doch hinterher, wenn der Schatz geborgen war, freuten sie sich.

Somit sind Zeit, Konzentration und Meditation unerläßlich, um aus dem Lesen der Bibel Nutzen zu ziehen. Oft hilft auch eine Bibelübersetzung in einer modernen Sprache. Viele haben es sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr die Bibel einmal ganz durchzulesen. Das läßt sich bewältigen, wenn man täglich drei Kapitel liest.

Vergiß nicht, was in der Vergangenheit einige auf sich nahmen, nur um zu einer Bibel zu kommen, die sie mit Verständnis lesen konnten. Sie nahmen dafür sogar den Tod in Kauf. Denke daran, daß einige Männer trotz der Gefahr, auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden, die Bibel übersetzten, damit der einfache Mann sie lesen könnte. Solche Beispiele sollten uns bestimmt bewegen, unsere Wertschätzung für dieses wertvolle Buch zu zeigen, indem wir es gründlich lesen.

Sie stellt ewiges Leben in Aussicht

Nun noch zu der unbeantworteten Frage: Warum hat Gott dafür gesorgt, daß die Bibel bewahrt worden ist und in einer Form zur Verfügung steht, die von allen Menschen verstanden wird? Weil sie es uns ermöglicht, unseren Schöpfer kennenzulernen, und weil sie seine Verheißung auf ewiges Leben enthält. Er möchte, daß jeder diese Segnungen erlangt. Titus 1:2 spricht von einer „Hoffnung auf das ewige Leben, das Gott, der nicht lügen kann, vor langwährenden Zeiten verheißen hat“.

Ewiges Leben unter welchen Bedingungen? Wie die Bibel sagt, „gibt es neue Himmel und eine neue Erde ..., und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“ (2. Petr. 3:13). Wenn Gerechtigkeit herrschen wird, werden alle Menschen Gottes Wort in ihrem Herzen wirken lassen und einander liebevoll behandeln. Sie werden dank Gottes Segen vollkommen gesund sein und keine Not leiden. Welch herrliche Welt! Sind wir nicht zutiefst dafür dankbar, daß Gott durch sein Wort seine Verheißungen bis heute bewahrt hat? (Ps. 37:10, 11; 85:10-12; Offb. 21:3-5).

Gott möchte, daß du diese Hoffnung kennenlernst und an ihrer Erfüllung teilhast. Das wird allen in Aussicht gestellt, die bereit sind, die Bibel heute schon zu einer lebendigen Kraft in ihrem Leben zu machen. Möchtest du nicht von diesem Angebot Gebrauch machen? Jehovas Zeugen sind dir gern behilflich.

[Bild auf Seite 18]

Die Bibel ist vollständig oder teilweise in 1 660 Sprachen übersetzt worden — nahezu jeder Erdenbürger könnte sie lesen.

[Ganzseitiges Bild auf Seite 21]

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