Schwindende Glaubwürdigkeit
„Vertrauen ist ein Gemeingut wie Luft und Wasser. Sobald es verdorben ist, läßt sich der Schaden nur schwer wiedergutmachen.“ So äußerte sich die Ethiklehrerin Sissela Bok über die Auswirkung des Lügens, das ihrer Meinung nach ein fester Bestandteil des heutigen Lebensstils geworden ist, sowohl im Privatbereich als auch in vielen Berufen. Ein Psychologe sagte, daß der Durchschnittsamerikaner täglich schätzungsweise 200 Lügen ausspricht und daß es keinen Grund gibt, zu glauben, es sei anderswo besser.
„Es wird so viel gelogen“, sagte Professor Al Gini anläßlich einer Diskussionsserie über das Thema Lügen, die an der Loyola-Universität in Chicago abgehalten wurde. „Wir zerstören die Grenzen zwischen Wahrheit und Unwahrheit“, fügte er hinzu. Wie Umfragen zeigen, glauben 69 Prozent der Bevölkerung, daß sie von den Führern der Nation ständig belogen werden. Der Professor führte noch folgende Statistiken an: „Nur 42 Prozent haben Vertrauen zu Ärzten, 17 Prozent vertrauen Rechtsanwälten, 13 Prozent schenken den Behauptungen von Firmen Glauben, und 7 Prozent halten die Werbung für wahrheitsgetreu.“ All das führt zu schweren Pannen in der Regierung, in Firmen und in der Familie.
Wie offenkundig es doch ist, daß die Menschheit im allgemeinen dem Einfluß desjenigen erliegt, den Jesus Christus als den „Vater der Lüge“ bezeichnete! (Johannes 8:44; 14:30).