Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • w58 15. 4. S. 251-253
  • Sich auf das endgültige Ende vorbereiten

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Sich auf das endgültige Ende vorbereiten
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1958
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • DIE HEUTIGE WELT HAT JEHOVA VERLASSEN
  • WEISES HANDELN
  • „Seid wachsam im Hinblick auf Gebete“
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2013
  • „Seid wachsam“
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2009
  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1954
  • Segnungen durch Dienst
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1957
Hier mehr
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1958
w58 15. 4. S. 251-253

Sich auf das endgültige Ende vorbereiten

„DAS vollständige Ende aller Dinge hat sich genaht. Seid daher gesunden Sinnes und wachsam im Hinblick auf Gebete.“ Diese höchst wichtige Warnung wurde unter Inspiration vom Apostel Petrus niedergeschrieben. Für Personen, die sich fragen, welches ‚Ende‘ er dabei im Auge hatte und welche ‚Dinge‘ er meinte, fügt der Apostel die erklärenden Worte hinzu: „Jehovas Tag jedoch wird wie ein Dieb kommen, an dem die Himmel vergehen werden mit zischendem Geräusch; die Elemente aber werden in Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden enthüllt werden.“ Das vollständige Ende der gegenwärtigen Welt der Bosheit ist das, was sich genaht hat. Was sollen wir tun? Wie sollen wir handeln? Wo können wir Schutz finden und wie? Können wir der Vernichtung entgehen? Weshalb sollte Jehova die Welt vernichten? Was hat sie getan, daß sie ein solches Schicksal verdient? So steigt in unserem Sinn eine Frage um die andere auf, wenn wir uns einmal der Tatsache bewußt werden, daß das vollständige Ende dieser bösen Welt nahe gekommen ist. — 1. Pet. 4:7; 2. Pet. 3:10, NW.

Viele, die die Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas lesen, erkennen die Bedeutung der Botschaft, die auf die Schwierigkeiten auf Erden, auf die Nähe der großen Schlacht von Harmagedon und auf die furchtbare Bosheit hinweist, die jetzt überhandnimmt. Ob darüber irgend etwas veröffentlicht worden ist oder nicht, so sind die Schwierigkeiten doch tatsächlich da. Nicht Jehovas Volk hat sie verursacht, nicht dieses Volk trägt jetzt, da sie da sind, die Verantwortung dafür, und es hat nichts mit dem Beschluß zu tun, wann sie enden werden. Aber die Glieder dieses Volkes verwenden ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Geld dafür, andere über das in Kenntnis zu setzen, was sie bedeuten, und zwar nicht etwa im Interesse einer selbstsüchtigen Unternehmung oder Organisation, sondern um ihren Mitmenschen Hilfe zu bieten und Gottes Willen zu tun. Hast du je daran gedacht, wie schrecklich es wäre, wenn das Ende der Welt käme, ohne daß du darüber unterrichtet worden wärest oder ohne daß sich dir Gelegenheit geboten hätte, ihm zu entgehen?

Weshalb wird Jehova denn diese böse Welt vernichten? Die Antwort geht aus seiner Handlungsweise mit dem Volke Israel hervor. Er verwandelte das schöne Land in eine heulende Wildnis. Warum tat Jehova dies? Er hat erklären lassen: „Und das künftige Geschlecht, eure Kinder, die nach euch kommen werden … und alle Nationen werden sagen: Warum hat Jehova diesem Lande also getan? Weshalb diese große Zornglut? Und man wird sagen: Darum daß sie den Bund Jehovas, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben … und hingingen und anderen Göttern dienten und sich vor ihnen niederbeugten, Göttern, die sie nicht kannten, und die er ihnen nicht zugeteilt hatte: da entbrannte der Zorn Jehovas über dieses Land, so daß er den ganzen Fluch über dasselbe gebracht hat, der in diesem Buche geschrieben ist.“ — 5. Mose 29:22, 24-27.

Hunderte von Jahren später, nämlich im Jahre 607 v. Chr., wurde diese angedrohte Zerstörung Tatsache. Der Prophet Jeremia hatte das Volk Israel im voraus gewarnt und denen, die einen Grund dafür zu finden suchten, diesen wie folgt erklärt: „Darum, daß eure Väter mich verlassen haben, spricht Jehova, und anderen Göttern nachgegangen sind und ihnen gedient und sich vor ihnen niedergebeugt, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht beobachtet haben; und i h r es ärger getrieben habt als eure Väter — und siehe, ihr gehet ein jeder dem Starrsinn seines bösen Herzens nach, so daß ihr nicht auf mich höret.“ (Jer. 16:11, 12) Der Herr Jesus sprach dasselbe Gericht über Personen aus, die in seinen Tagen falsche Anbetung trieben. „Schlangen, Vipernbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehenna entfliehen? … alles gerechte Blut [komme] über euch, das auf der Erde vergossen wurde, vom Blute des gerechten Abel bis zum Blute Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Heiligtum und dem Altar ermordet habt. In Wahrheit sage ich euch: Dies alles wird über diese Generation kommen.“ — Matth. 23:33, 35, 36, NW.

DIE HEUTIGE WELT HAT JEHOVA VERLASSEN

Die heutige böse Welt hat ebenfalls Jehova Gott verlassen. Die vielen Nationen, die sich zum Christentum bekennen, sind nur dem Namen nach christlich. Das Wort Jehovas wird beiseite geschoben und die Anbetung Jehovas preisgegeben. Überall macht sich Götzendienst breit. Die Menschen wollen nicht auf die Warnung hören. Sie sind rebellisch. Sie weigern sich, ihre abscheulichen Wege zu verlassen und umzukehren und nur dem wahren Gott zu dienen. Die sogenannte Christenheit hat sich all der Sünden schuldig gemacht, die das Volk Israel vor alters beging, weswegen über die Stadt Jerusalem in den Jahren 607 v. Chr. und 70 n. Chr. die wohlverdiente Vernichtung kam. Ebenso kommen jetzt Gottes Gerichte über diese böse Welt.

Sein prophetisches Wort, das die Sünden des Vorbildvolkes in alter Zeit beschreibt, gilt nun noch viel mehr den heutigen Nationen dieser Welt. Man beachte, wie die Prophezeiungen der Schrift dies mit Bestimmtheit sagen: „Und ich werde an dem Erdkreis heimsuchen die Bosheit, und an den Gesetzlosen ihre Missetat; und ich werde ein Ende machen dem Hochmut der Stolzen und die Hoffart der Gewalttätigen erniedrigen.“ „Wollt ihr mich fürchten, spricht Jehova, und vor mir nicht zittern? … dieses Volk hat ein störriges und widerspenstiges Herz.“ „Die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern; denn sie haben die Gesetze übertreten, die Satzung überschritten, gebrochen den ewigen Bund. Darum hat der Fluch die Erde verzehrt, und es büßen ihre Bewohner; darum sind verbrannt der Erde Bewohner, und wenig Menschen bleiben übrig.“ (Jes. 13:11; Jer. 5:22, 23; Jes. 24:5, 6) Die Nationen lassen es nicht dabei bewenden, die Wahrheit zu verwerfen, sondern kämpfen gegen Jehova, gegen seinen Gesalbten und gegen das Königreich Christi. Sie bilden eine Verschwörung, um Jehovas Vorhaben zu vereiteln. Sie werden Handlanger und Wortführer Satans, sie lieben das Böse, sind Lästerer, Bundesübertreter, Spötter, haben eine Form der Gottergebenheit, verleugnen aber deren Kraft. (Ps. 2; Jes. 8:9-15; Off. 16:13, 14; 2. Tim. 3:1-7; 2. Pet. 3:3, 4) Mit Recht wird daher das Vernichtungsurteil über alle Nationen, auch die Christenheit, verhängt.

Von welchem Ausmaß wird diese Vernichtung sein? Der Apostel Petrus spricht von dem „vollständigen Ende aller Dinge“. Auch sagt er, die ganze Welt werde vernichtet werden. Jeremia beschreibt dieses Ausmaß mit den Worten: „So spricht Jehova der Heerscharen: Siehe, Unglück geht aus von Nation zu Nation, und ein gewaltiger Sturm macht sich auf von dem äußersten Ende der Erde. Und die Erschlagenen Jehovas werden an jenem Tage liegen von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde; sie werden nicht beklagt und nicht gesammelt noch begraben werden; zu Dünger auf der Fläche des Erdbodens sollen sie werden.“ (Jer. 25:32, 33) Von demselben verheerenden Ereignis sprechend, sagte Jesus: „Betet fortgesetzt, daß eure Flucht weder zur Winterzeit noch am Sabbattage erfolge; denn dann wird eine große Drangsal herrschen, wie es keine gegeben hat von Anfang der Welt an bis jetzt, nein: noch je wieder geben wird.“ (Matth. 24:20, 21, NW) So wird in der Schrift auf anschauliche Weise das „Ende aller Dinge“ als eine Vernichtung beschrieben, von der alle Nationen betroffen werden.

WEISES HANDELN

Der Apostel Petrus sagt: „Da nun alle diese Dinge aufgelöst werden, solltet ihr da nicht Menschen sein, die heilige Taten des Wandels und der Gottergebenheit vollbringen?“ (2. Pet. 3:11, NW) Ferner schreibt er: „Seid daher gesunden Sinnes, und seid wachsam im Hinblick auf Gebete.“ (1. Pet. 4:7, NW) Gesunden Sinnes zu sein bedeutet, nüchtern und mäßig zu sein und Selbstbeherrschung zu üben. Es bedeutet, daß man mit seinem Nächsten gerecht handelt und Jehova Gott gebührend ehrt und ihn anbetet. Durch unseren Sinn werden wir zu allem, was wir tun, hören und reden, beeinflußt. Der Sinn bestimmt, wie wir sprechen und beten, wie wir lehren, predigen und durch Nachbesuche bei Interessierten Nacharbeit leisten, ferner wie wir Bibelstudien durchführen und dem Widerstand, der uns entgegengebracht wird, begegnen. Ein gesunder Sinn bewahrt uns vor Leichtgläubigkeit und Anmaßung, vor Stolz, Begehrlichkeit und Materialismus, vor Übertreibung und Ungeduld. In diesen Tagen, in denen die Welt bis in ihre Grundfesten erschüttert wird, bedürfen wir des Gleichgewichts, also eines gesunden Sinnes. Wir müssen wissen, was wir tun und warum wir es tun.

„Seid wachsam im Hinblick auf Gebete.“ Wachsam zu sein bedeutet, wach und auf der Hut zu sein. Wie kann dies im Hinblick auf Gebete geschehen? Der Herr Jesus sagte: „Wachet und betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (Mark. 14:38, NW) Der Teufel geht stets umher und versucht, unseren Glauben zu zerstören und uns zu Ungehorsam und Untreue zu verleiten, damit wir den Tod verdienen würden. Wachet, damit ihr nicht in seine verfänglichen Schlingen geratet! Betet ohne Unterlaß, während ihr nach weiteren Gelegenheiten ausschaut, um Jehovas Willen zu tun und seinem Volke beizustehen. Wir leben in den letzten Tagen. Seid wachsam! Wir dürfen das Beten nicht leichtnehmen. Wir sprechen dabei tatsächlich zu dem großen Schöpfer, zu dem höchsten Gott des Universums. Verfalle nie in Nachlässigkeit beim Beten! Das Gebet ist ein kostbares Vorrecht!

Wofür sollen wir beten? Wir sollen beten, daß der Name des himmlischen Vaters geehrt und gerechtfertigt und daß sein Sohn und König Christus Jesus hoch erhöht werde, daß sein Königreich über die Nationen herrsche, daß alle Bösen beseitigt werden, daß der Friede durch seine neue Welt komme, daß alle „anderen Schafe“ vor dem Beginn der Schlacht von Harmagedon noch eilends eingesammelt werden. Ferner sollen wir für den Frieden und die Wohlfahrt seiner theokratischen Organisation beten, für unsere Brüder hinter dem Eisernen Vorhang, für die Ausdehnung des Königreichsdienstes in unserem Lande und in unserer eigenen Versammlung, ja auch für die Mehrung unserer eigenen Königreichsvorrechte, ferner für die Kranken, die Bedrückten, die Einsamen. Oh, es gibt so viele Dinge, für die wir beten können!

Betet überdies, daß ihr der Vernichtung entgehen mögt, die nun über die Welt hereinbricht. Betet für euren Nächsten, den ihr lieben sollt wie euch selbst. Betet mit einem Ziel vor Augen. Seid wachsam zum Gebet und betet öfters. Laßt niemals einen Tag verstreichen, ohne daß ihr ein Dankgebet gesprochen habt. Bewahrt vor Jehova Gott ein reines Gewissen, damit ihr beim Beten nicht gehemmt seid. Betet, ja betet weiterhin, denn wir sind eine betende Organisation, die sich in allem von Jehova vollständig abhängig fühlt. Wenn wir nicht fortgesetzt beten, geht etwas fehl. Laßt uns wachen und beten, damit wir nicht in die Versuchung hineinkommen! Heute muß ein Dienst von gewaltigem Ausmaße geleistet werden, und es sind nicht genügend Prediger vorhanden, die denen beistehen können, die nach geistiger Speise hungern. Was also sollen wir tun? Die Antwort lautet: „Betet um Erntearbeiter.“ Das zu beten, sind wir ermächtigt. Denkt auch daran, daß wir die Gefahren nicht kennen, die noch auf uns lauern mögen; doch Jehova Gott und Christus Jesus kennen sie. Betet daher, damit ihr nicht in eine Schlinge oder in Fallen geratet, die man stellen mag, um euch zu fangen.

Wer mit dieser alten Welt zusammengeht, wer sich jetzt nicht von ihren Wegen fernhält, der wird nicht richtig beten können, denn er wird versuchen, seine Augen gleichzeitig auf zwei Dinge zu richten, und das geht nicht. Er wird zwiespältig werden. Blicke nach der neuen Welt der Gerechtigkeit und nach dem Ende der alten Welt der Bosheit aus. Bete im Namen Christi Jesu zu Jehova, damit du als würdig erfunden werdest, den furchtbaren Dingen zu entgehen, die über die alte Welt kommen werden. Denke stets daran, daß die alte Welt zur Vernichtung verurteilt ist und vernichtet werden wird und daß sich „das vollständige Ende aller Dinge genaht hat“. Wie nahe ist es gekommen? Wer kann den Tag oder die Stunde sagen? Es ist bestimmt nahe genug, damit wir erkennen können, daß sich nun das, was prophezeit worden ist, einstellt. Auch werden sich die Zeichen in den Tagen dieser Generation erfüllen, die Zeichen nämlich, die 1914 in Erscheinung zu treten begannen. Ja, das vollständige Ende hat sich genaht. Laßt uns daher gesunden Sinnes sein, wachsam im Hinblick auf Gebete! Laßt uns alle nüchtern sein im Denken und Handeln, und laßt uns unablässig beten! So werden wir als Gottes Kinder ein reines, heiliges Leben führen und unseren Dienst verrichten — uns selbst wie auch weiteren Scharen schafähnlicher Menschen zum Segen und auch zur Rechtfertigung des souveränen Herrn, Jehovas.

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen