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  • Jugendliche, seid ihr auf geistigen Fortschritt bedacht?
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1987
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  • Die Taufe — ein Beweis
  • Beweis durch die Lebensführung
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1987
w87 15. 8. S. 15-20

Jugendliche, seid ihr auf geistigen Fortschritt bedacht?

„Sinne über diese Dinge nach; geh darin auf, damit dein Fortschritt allen Menschen offenbar werde“ (1. Timotheus 4:15).

1, 2. Was bedeutet es, auf geistigen Fortschritt bedacht zu sein, aber was bedeutet es nicht?

WAS bedeutet es, auf geistigen Fortschritt bedacht zu sein? Es bedeutet, wie der junge Jesus und wie Timotheus die geistigen Interessen an die erste Stelle im Leben zu setzen. Wenn du auf geistigen Fortschritt bedacht bist, weißt du, was du aus deinem Leben machen willst. Du wirst nicht sagen: „Wenn ich älter bin, werde ich ernsthaft darüber nachdenken, ob ich Jehova dienen möchte.“ Nein, du bist entschlossen, ihm jetzt zu dienen.

2 Andererseits bedeutet auf geistigen Fortschritt bedacht zu sein nicht, wie ein Mönch zu leben, religiöses Gehabe zu bekunden oder ein Bücherwurm zu werden. Ebensowenig bedeutet es, daß man schwermütig oder salbungsvoll werden müsse und niemals geselligen Umgang haben dürfe (Johannes 2:1-10). Jehova ist ein glücklicher Gott, und er möchte, daß seine irdischen Kinder ebenfalls glücklich sind. Maßvolle Beteiligung an sportlichen und anderen Freizeitbetätigungen hat daher Gottes Billigung (1. Timotheus 1:11; 4:8).

Die Taufe — ein Beweis

3. In welchem Alter ließ sich Timotheus wahrscheinlich taufen?

3 Ein Jugendlicher, der sich auf die Taufe vorbereitet und sich taufen läßt, beweist, daß er auf geistigen Fortschritt bedacht ist. Wenn, wie bereits erwähnt, Timotheus noch ein Teenager war, als er der Missionsgefährte des Apostels Paulus wurde, ließ er sich wahrscheinlich im Alter von ungefähr 16 Jahren oder früher taufen. Er war von frühester Kindheit an in den Schriften unterwiesen worden, und als er ausreichend Erkenntnis und Wertschätzung besaß, zögerte er nicht, sich taufen zu lassen (2. Timotheus 3:15).

4. Welche Frage wurde Philippus gestellt, und warum konnte er dem Fragesteller die Bitte nicht verwehren, obwohl dieser gerade erst den Christus kennengelernt hatte?

4 Wie steht es mit euch Jugendlichen, die ihr in den Schriften unterwiesen worden seid? Habt ihr schon die Frage „Was hindert mich, getauft zu werden?“ in Erwägung gezogen? Diese Frage wurde im ersten Jahrhundert von einem Mann gestellt, der in den Schriften schon recht gut bewandert war, aber gerade erst erfahren hatte, wer der Christus ist. Zugegeben, der Mann verfügte nicht über eine allumfassende Erkenntnis der Vorsätze Gottes, doch das, was er wußte, erfüllte ihn mit tiefer Wertschätzung. Daher hatte der Jünger Philippus keinen berechtigten Grund, ihm die Taufe zu verwehren (Apostelgeschichte 8:26-39).

5. Was wird von dir verlangt, damit du dich taufen lassen kannst?

5 Was hindert dich, getauft zu werden? Damit du dich für die Taufe eignest, mußt du dir natürlich bewußt sein, was damit verbunden ist. Du mußt Jehova wirklich aus Liebe dienen wollen. Auch mußt du ihm persönlich im Gebet deine Hingabe erklären. Außerdem mußt du dich an Gottes Sittenmaßstäbe halten und genügend Erfahrung darin haben, mit anderen über deinen Glauben zu sprechen. Wenn du auf diesen Gebieten die Voraussetzungen erfüllst, ist es unerläßlich, noch einen Schritt weiter zu gehen und dich taufen zu lassen (Matthäus 28:19, 20; Apostelgeschichte 2:38).

6. Womit kann die Taufe verglichen werden, und was muß ihr folgen?

6 Die Taufe beweist zwar, daß du auf geistigen Fortschritt bedacht bist, aber du solltest daran denken, daß sie lediglich ein Anfang ist. Dadurch, daß du dich Jehova hingibst, wirst du zu einem Fremdling in der von Satan beherrschten alten Welt. Die Hingabe kann mit einem Antrag auf ewiges Leben in Gottes neuem System verglichen werden, und die formelle Zeremonie der Taufe ist sozusagen eine Bestätigung dieser Tatsache vor Zeugen (Johannes 12:31; Hebräer 11:13). Danach mußt du in Treue deiner Hingabe gemäß leben, um Gottes Gabe, ewiges Leben, zu erhalten (Römer 6:23).

Beweis durch die Lebensführung

7. Welche Verbindung besteht zwischen deiner Einstellung zu den Dingen der Welt und deinem geistigen Fortschritt?

7 Ob du auf geistigen Fortschritt bedacht bist oder nicht, zeigt sich auch in deiner Einstellung zu den Dingen der Welt. Welche Dinge? Zum Beispiel ein ungebundener Lebensstil, Drogengenuß, sexuelle Freizügigkeit, unsittliche Filme, anzügliche Musik, obszönes Reden, sinnliches Tanzen, Rassen- und Nationalstolz (1. Johannes 2:16; Epheser 5:3-5). Vor allem Jugendliche müssen auf der Hut sein. Denke daran, daß dein Verhalten auf diesen Gebieten deinen geistigen Gesundheitszustand widerspiegelt (Sprüche 20:11).

8. Warum zögern einige Jugendliche, sich taufen zu lassen?

8 Satan achtet darauf, daß die unmoralische Lebensweise der Welt sehr attraktiv wirkt. Ein 15jähriger sagte: „Je mehr Sex und Drogen wir im Fernsehen sehen, desto normaler scheint das alles im Alltag zu sein.“ Jugendlichen, die nicht wie die Welt leben, wird das Gefühl vermittelt, sie seien verschroben und ließen sich die Freuden des Lebens entgehen. Hast du manchmal dieses Empfinden? Bei einigen, die mit der Versammlung verbunden sind, ist das der Fall, und sie sind unentschlossen. Als ein Jugendlicher in bezug auf die Taufe angesprochen wurde, erwiderte er: „Ich möchte jetzt nicht getauft werden, denn vielleicht tue ich später etwas, weswegen mir die Gemeinschaft entzogen wird.“ Aber du kannst nicht auf beiden Schultern Wasser tragen, also auf zwei verschiedenen Meinungen hinken. Ein Prophet Gottes sagte einmal: „Wenn Jehova der wahre Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach“ (1. Könige 18:21).

9. Welchen Schutz hat man, wenn man auf geistigen Fortschritt bedacht ist?

9 Was entgeht dir in Wirklichkeit, wenn du die unsittliche Lebensweise der Welt meidest? Eine Menge Schwierigkeiten. „Mich überkam ein Gefühl des Abscheus und der Reue wegen des Lebens, das ich geführt hatte“, bekannte eine Frau. „Ich hatte mich und das Kind, das ich bekam, herabgewürdigt und betrogen.“ Ja, der Glanz der Welt des Teufels ist nichts weiter als eine Fata Morgana, eine Täuschung ohne jeden Wert. Wer die Lebensweise der Welt nachahmt, muß mit einem unehelichen Kind, mit Familienzerrüttung, sexuell übertragbaren Krankheiten und unsäglicher Frustration und Trübsal rechnen. Höre also auf Rat, und sei auf geistigen Fortschritt bedacht. ‘Wende dich ab vom Bösen und tue Gutes’ (1. Petrus 3:11).

10. Welche Ermahnung und welche Vorbilder wird ein auf geistigen Fortschritt bedachter Jugendlicher beachten?

10 Ein Jugendlicher, der auf geistigen Fortschritt bedacht ist, wird folgende Ermahnung des Apostels Paulus beachten: „Seid Unmündige in bezug auf Schlechtigkeit; werdet aber Erwachsene an Verständnisvermögen“ (1. Korinther 14:20). Der junge Timotheus hielt sich gewiß an diesen Rat. Könntest du dir vorstellen, daß er die Gesellschaft zügelloser, weltlicher Jugendlicher seiner Tage gesucht hätte? Keinesfalls! Seine Gefährten waren wie er Diener Gottes (Sprüche 13:20). Ahme sein Beispiel nach. Wenn du in Gefahr stehst, dich auf etwas Fragwürdiges einzulassen, solltest du dich fragen: „Würde Timotheus oder Jesus das tun?“

Beweis durch das Bibelstudium

11. Welche Vision fehlt den Jugendlichen der Welt, doch wie kann man sie erlangen und bewahren?

11 In einem in der World Press Review veröffentlichten Artikel aus Italien hieß es: „Die Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit der Jugendlichen wird Tag für Tag größer, und keiner kann ihnen eine bessere Zukunft bieten.“ Die verblendeten Augen der Menschen in Satans Welt sehen nicht Gottes verheißene neue Welt und die glorreiche Zukunft, die denen in Aussicht steht, die die Voraussetzungen erfüllen, dort zu leben (2. Korinther 4:4; Sprüche 29:18; 2. Petrus 3:13). Aber Jugendliche, die auf geistigen Fortschritt bedacht sind, haben eine solche Vision und sorgen durch ein regelmäßiges Bibelstudium dafür, daß sie hell und klar bleibt.

12. (a) Wie müssen wir danach streben, Erkenntnis über Gott zu erwerben? (b) Warum ist diese Erkenntnis die Mühe wert?

12 Ist Gottes neue Welt eine Realität für dich? Möglicherweise ist das bereits der Fall, doch um so weit zu kommen, sind ernsthafte Anstrengungen erforderlich. Du mußt einen gesunden Appetit nach biblischem Verständnis entwickeln, damit du „danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen Schätzen ständig danach forschst“ (Sprüche 2:1-6). Was veranlaßt einen Schatzsucher, zu suchen und zu graben, manchmal über Jahre hinweg? Er hat ein leidenschaftliches Verlangen nach dem Reichtum, den ihm der Schatz einbringen wird. Doch Erkenntnis ist weitaus kostbarer als materielle Schätze. „Dies bedeutet ewiges Leben“, sagte Jesus, „daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Wenn du wirklich an diese Worte Jesu glaubst, wirst du dein Bibelstudium mit größtem Eifer betreiben, und das wird dir einen Lohn einbringen, der weitaus kostbarer ist als die wertvollsten Edelsteine (Sprüche 3:13-18).

13. Nach welchen Vorschlägen für das Studium werden sich auf geistigen Fortschritt bedachte Jugendliche richten?

13 Du wirst feststellen, daß dein Appetit auf geistige Speise zunimmt, je mehr du studierst. Gewöhne dir gute Studienmethoden an. Unterstreiche nicht lediglich Antworten, sondern schlage auch die angegebenen Schriftstellen nach und spüre mit Hilfe der Querverweise in der Bibel verwandte Texte auf. Zusätzliche Nachforschungen kannst du anhand der Indexe für die Wachtturm-Publikationen betreiben. Überlege, worauf die Gedanken anzuwenden sind und wie du sie in die Tat umsetzen kannst. Sprich mit anderen über das, was du studierst. Dadurch werden sich die Punkte deinem Sinn einprägen, und andere werden ermuntert, ebenfalls Nachforschungen anzustellen. Setzt du dich wirklich auf diese Weise ein, dann befolgst du den Rat, der dem jungen Timotheus gegeben wurde: „Sinne über diese Dinge nach; geh darin auf, damit dein Fortschritt allen Menschen offenbar werde“ (1. Timotheus 4:15; 2. Timotheus 2:15).

Offenkundig in Zusammenkünften und im Predigtdienst

14. Was trägt dazu bei, daß dir die christlichen Zusammenkünfte mehr Freude bereiten, und wie kannst du andere bei den Zusammenkünften ermuntern?

14 Wenn du Freude am Bibelstudium hast und gut vorbereitet bist, werden dir die christlichen Zusammenkünfte mehr Freude bereiten (Psalm 122:1; Hebräer 2:12). Dann wirst du dich auch noch mehr darauf freuen, dich bei Programmpunkten mit Zuhörerbeteiligung zu melden und Aufgaben in der Theokratischen Predigtdienstschule zu übernehmen. Doch beim Besuch der Zusammenkünfte gibt es noch andere Möglichkeiten, der Anweisung nachzukommen, ‘einander zu ermuntern und zur Liebe und zu vortrefflichen Werken anzureizen’ (Hebräer 10:24, 25). Ergreifst du beispielsweise die Initiative und sprichst mit anderen? Ein paar freundliche Worte wie „Guten Tag. Ich freue mich, dich zu sehen!“ oder die aufrichtige Frage „Wie geht es dir?“ kann sehr ermunternd sein, vor allem wenn sie von einem jungen Menschen kommt.

15. Wie kannst du dich für notwendige Dienste zur Verfügung stellen, und warum ist es gut, das Beispiel Christi im Sinn zu behalten?

15 In einer Versammlung ist viel Arbeit zu tun. Kannst du dich daran beteiligen? Der junge Timotheus leistete dem Apostel Paulus höchstwahrscheinlich viele nützliche Dienste — Besorgungen machen, Nachschub beschaffen und Botschaften überbringen. Du könntest den Ältesten deine Bereitschaft erklären, ihnen zu helfen, falls du das noch nicht erwähnt hast. Vielleicht wirst du gebeten, Zuteilungen für Programmpunkte auszuteilen, den Königreichssaal sauberzuhalten oder andere notwendige Dienste zu leisten. Vergiß nicht, daß Christus seinen Jüngern die Füße wusch, und deshalb findet ein Mensch, der auf geistigen Fortschritt bedacht ist, keine Arbeit für unter seiner Würde (Johannes 13:4, 5).

16. Welche Tätigkeit wurde in einer katholischen Zeitschrift als christliche Pflicht beschrieben?

16 Betrachten wir andere Religionsorganisationen, dann können wir für die Schulung, die wir in unseren Zusammenkünften für das so wichtige Predigtwerk erhalten, wirklich dankbar sein. Kenneth Guentert schrieb im vergangenen September in der Zeitschrift U.S. Catholic: „Ich bin noch in der Zeit aufgewachsen, als Katholiken nicht in der Bibel lesen sollten, weil sie sonst auf abwegige Gedanken gekommen wären — wie zum Beispiel, daß Christen hinausziehen, an die Türen klopfen und versuchen sollten, andere zu bekehren. Dann kam das Zweite Vatikanische Konzil, und ich begann, die Bibel zu lesen. Wie konnte es anders sein: Jetzt bin ich der Meinung, daß Christen hinausziehen, an die Türen klopfen und versuchen sollten, andere zu bekehren.“ Er fügte hinzu: „Verstehen Sie mich nicht falsch. Das soll nicht heißen, daß ich mich bei diesem Gedanken völlig wohl fühle, aber wenn man das Neue Testament liest, ist es nahezu unmöglich, sich dieser Schlußfolgerung zu entziehen“ (Matthäus 10:11-13; Lukas 10:1-6; Apostelgeschichte 20:20, 21).

17. Wie kannst du deine Freude am Predigtdienst steigern?

17 Ja, die ersten Christen predigten aktiv von Haus zu Haus, und offensichtlich gingen Jugendliche wie Timotheus mit den Älteren in den Dienst. Doch für manche ist der Predigtdienst heute zugegebenermaßen nicht die Lieblingsbeschäftigung. Warum nicht? Ein Faktor ist die Geschicklichkeit. Wenn du zum Beispiel ein Spiel oder eine Sportart gut beherrschst, hast du mehr Freude daran, oder? Ähnlich verhält es sich mit dem Predigtdienst. Sobald du die Bibel geschickter gebrauchen und biblische Themen ansprechender erörtern kannst, tut sich dir im Dienst eine Quelle der Freude auf, vor allem wenn du jemanden findest, dem du die lebengebende Erkenntnis vermitteln kannst. Sei daher auf geistigen Fortschritt bedacht. Übe deine Haus-zu-Haus-Darbietungen. Bitte andere um Vorschläge. Flehe zu Jehova um Hilfe (Lukas 11:13).

Durch ein gutes Verhältnis zu Älteren

18. Was für ein Verhältnis hatten Jesus und Timotheus zu Älteren?

18 Als Jesus erst 12 Jahre alt war, bereitete es ihm Vergnügen, mit Älteren über geistige Dinge zu sprechen. Einmal ‘fanden ihn seine Eltern im Tempel, wie er mitten unter den Lehrern saß und ihnen zuhörte und sie befragte’ (Lukas 2:46). Ähnlich war es mit Timotheus. Während der Apostel Paulus und seine Gefährten in Lystra zu Besuch waren, erfreute sich Timotheus offensichtlich ihrer Gesellschaft und schenkte ihrer Lehrtätigkeit große Aufmerksamkeit. Er hatte auch ein gutes Verhältnis zu den Brüdern am Ort, die ihm eine vorzügliche Empfehlung gaben (Apostelgeschichte 16:1-3).

19. Was war der eigentliche Grund, warum sich Paulus Timotheus zum Reisegefährten erwählte, und wodurch erwies sich Timotheus als Stütze?

19 Obwohl Timotheus anderen bereitwillig zur Hand ging, erwählte ihn sich Paulus zum Reisegefährten vor allem wegen seiner Fähigkeit, den geistigen Bedürfnissen der Menschen zu dienen. Als Paulus durch den Pöbel zum Verlassen von Thessalonich gezwungen wurde, sandte er daher den jungen Timotheus zu den neuen Jüngern, um sie zu trösten und zu stärken. Timotheus war also nicht nur darauf bedacht, von Älteren zu lernen und ihre Gesellschaft zu genießen; er war für sie auch eine echte geistige Stütze (Apostelgeschichte 17:1-10; 1. Thessalonicher 3:1-3).

20. Was tust du, wenn du weise bist, und welche Dienste kannst du Älteren leisten?

20 Wenn du weise bist, ahmst du Jesus und Timotheus nach, indem du dich eifrig bemühst, dir die Erfahrung und das Wissen der Älteren zunutze zu machen. Suche ihre Gesellschaft, und stelle ihnen Fragen. Beweise aber auch deinen geistigen Fortschritt, indem du ihnen Beistand leistest. Sind Betagte oder Kranke da, die es schätzen würden, wenn du für sie einkaufen gehen oder andere notwendige Dienste verrichten würdest? Vielleicht könntest du sie einfach besuchen, ihnen etwas vorlesen und Erfahrungen erzählen, die du im Dienst gemacht hast.

Die Rolle der Eltern und anderer

21. Wie wichtig ist die Rolle der Eltern, und was kann nicht genug betont werden?

21 Die geistige Gesundheit Jugendlicher hängt zu einem Großteil von dem Beispiel ihrer Eltern ab und von der Unterweisung, die sie ihnen zuteil werden lassen (Sprüche 22:6). Jesus zog sicher Nutzen aus der Anleitung, die ihm seine gottesfürchtigen menschlichen Eltern gaben (Lukas 2:51, 52). Gewiß wäre auch der junge Timotheus nicht so sehr auf geistigen Fortschritt bedacht gewesen, wenn er nicht die Schulung von seiten seiner Mutter und seiner Großmutter gehabt hätte (2. Timotheus 1:5; 3:15). Die Wichtigkeit regelmäßiger biblischer Unterweisung kann nicht genug betont werden. Eltern, vermittelt ihr diese Unterweisung? Oder wird sie vernachlässigt?

22. (a) Wie wirkt es sich auf Kinder aus, wenn Eltern das Familienstudium als unerläßlich betrachten? (b) Welche Anleitung sollten Eltern ihren Kindern geben?

22 Ein junger Mann, der in der Weltzentrale der Zeugen Jehovas tätig ist, erwähnte, daß während seiner gesamten Kindheit das wöchentliche Bibelstudium mit den Kindern zum festen Programm der Familie gehörte. „Manchmal war unser Vater von der Arbeit so müde, daß er sich kaum wach halten konnte, dennoch wurde das Studium durchgeführt, und das half uns, den Ernst der Sache zu erkennen.“ Ihr Eltern, es ist unwahrscheinlich, daß eure Kinder große Wertschätzung für geistige Dinge haben, wenn das bei euch nicht der Fall ist. Legt daher Nachdruck auf Ziele wie den Pionier-, den Missionar- oder den Betheldienst. Helft euren Kindern zu erkennen, daß ein solcher Dienst eine Laufbahn mit Zukunft ist und daß eine weltliche Karriere keine echte Zukunft hat. (Vergleiche 1. Samuel 1:26-28.)

23. Wie können andere in der Versammlung Jugendlichen helfen, auf geistigen Fortschritt bedacht zu sein?

23 Auch andere können Jugendlichen helfen, geistige Fortschritte zu machen. Du könntest dir zum Beispiel vornehmen, dich vor und nach den Zusammenkünften mit ihnen zu unterhalten. Sei auch bemüht, sie bei einigen deiner Tätigkeiten mit einzubeziehen. Ein Ältester kann es vielleicht — mit der Zustimmung der Eltern — einrichten, daß ein Jugendlicher ihn auf einer Vortragsfahrt oder bei einem Ausflug begleitet (Hiob 31:16-18). Selbst eine scheinbar kleine Aufmerksamkeit kann viel bedeuten. Ein reisender Aufseher, der während seines Vortrages bemerkte, daß ein Junge unter den Zuhörern keine Bibel hatte, schenkte ihm anschließend eine. Der Junge war beeindruckt, nicht nur wegen des Geschenks, sondern auch wegen des Interesses, das ihm entgegengebracht wurde. Heute, nach über 30 Jahren, denkt der Betreffende, der jetzt selbst Ältester ist, noch gern an die liebevolle Geste jenes Bruders zurück.

24. Was begeistert uns, und wozu sollten wir entschlossen sein?

24 Ist es nicht begeisternd, zu wissen, daß es — „Tautropfen gleich“ — Hunderttausende von jungen Männern gibt, die die erfrischende Königreichsbotschaft verkündigen, und daß es mindestens ebenso viele junge Mädchen gibt, die ‘ein großes Heer von Verkündigerinnen der guten Botschaft’ bilden? Mögen sie alle sich anstrengen, geistige Fortschritte zu machen, und wir alle wollen darauf bedacht sein, ihnen dabei zu helfen (Psalm 110:3; 68:11).

Fragen zur Wiederholung

◻ Was kann einem Jugendlichen helfen, zu entscheiden, wann er sich taufen lassen sollte?

◻ Inwiefern ist die Lebensführung eines Jugendlichen ein Gradmesser dafür, wie sehr er auf geistigen Fortschritt bedacht ist?

◻ Was kann Jugendlichen helfen, an den Zusammenkünften und am Predigtdienst Freude zu haben?

◻ Was für ein Verhältnis zu Älteren sollten Jugendliche entwickeln?

◻ Wie können Eltern und Ältere Jugendlichen helfen?

[Bild auf Seite 16]

Was hält dich davon ab, dich taufen zu lassen?

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