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Fußnote

c In Johannes 12:41 führt der Apostel die Prophezeiung Jesajas in Verbindung mit Jesu Wirken an und fügt dann bei: „Jesaja sprach diese Dinge, weil er seine Herrlichkeit sah, und von ihm redete er.“ (NW) Die Dreieinigkeits-Geistlichkeit sagt, dies beweise die Lehre von der Dreieinigkeit und dass der Jehova, den Jesaja in Herrlichkeit im Tempel sah, der vormenschliche Jesus, das Wort Gottes, gewesen sei. Doch ist dies eine vorschnelle Folgerung ihrerseits, wie dies aus dem vollen Bericht des Johannes hervorgeht, den wir hier anführen: „Jesus redete diese Dinge und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. Wiewohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn, damit das Wort des Propheten Jesaja [53:1] erfüllt werde, das er sprach: ‚Jehova, wer hat unserem Bericht geglaubt, und wem ist der Arm Jehovas geoffenbart worden?‘ Darum konnten sie nicht glauben, weil Jesaja [6:10] wiederum gesagt hat: ‚Er hat ihre Augen geblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht sehen mit den Augen und den Gedanken nicht mit dem Herzen erfassen und umkehren und ich sie heile.‘ Jesaja sprach diese Dinge, weil er seine Herrlichkeit sah, und von ihm redete er.“ — Joh. 12:36-41, NW.

Welche „Dinge“ sagte Jesaja, „weil er seine Herrlichkeit sah“? Nun, Johannes führt Jesaja hier zweimal an, fürs erste zitiert er Jesaja 53:1 mit Bezug auf den „Arm Jehovas“ und dann Jesaja 6:10 hinsichtlich der Tempelvision. In Jesaja 53:1 ist der „Arm Jehovas“ Christus Jesus. In Jesaja 6:10 ist der Sprecher im Tempel Jehova, doch schliesst er seinen Sohn mit ein, wenn er sagt: „Wer wird für uns gehen?“, nämlich für mich und meinen Sohn. So sehen wir, dass der vormenschliche Jesus mit Jehova in seiner Herrlichkeit im Tempel verbunden war, und deswegen konnte Johannes zu Recht sagen, Jesaja habe hier seine Herrlichkeit gesehen und von ihm, „dem Arm Jehovas“, geredet. Bestimmt hatte sich Jesus, der grössere Jesaja, nicht selbst gesandt; sondern Jehova im Tempel sandte ihn, denn Johannes wendet hier Jesaja 6:10 auf Jesus als den Gesandten an, dem gegenüber sich diese Prophezeiung zuerst erfüllte, nachdem Jesus in Jerusalem eingeritten war und sich als König angeboten und den Tempel gereinigt hatte. Um jene Zeit war Jesus nicht in „seiner Herrlichkeit“, sondern die jüdischen Führer hatten ihn verleumdet und sich verschworen, ihn zu töten.

Dasselbe trifft zu, wo in Matthäus 13:14, 15 Jesajas Prophezeiung auf Jesus angewandt wird, denn auch dort hatten die Religionsführer eine Verschwörung gemacht, ihn zu vernichten. (Matth. 12:14; Joh. 11:57) Die Herrlichkeit Jesu bei seinem Vater im Tempel kommt bei der endgültigen und vollständigen Erfüllung von Maleachi 3:1-4 im Jahre 1918, wann Jehova ihn als seinen Boten des Bundes sendet, damit er sein geweihtes Volk richte und läutere. Besonders seit seiner Auferstehung ist Jesus der Abglanz der Herrlichkeit Jehovas. — Heb. 1:2, 3; 2. Kor. 4:6. Siehe auch Seite 170, Abschnitt 4.

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