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  • Blutschuld
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • zu machen, denn er beachtete die Warnung, die Jehova ihm durch Abigail zukommen ließ (1Sa 25:24-26, 31, 33). Die Stadt Jerusalem wurde 607 v. u. Z. wegen ihrer großen Blutschuld zerstört (Hes 22:2-4; 23:37, 45). Die religiösen Führer der Tage Jesu konnten ihre Blutschuld ebenso wenig leugnen wie die Führer aus der Zeit Jeremias, denn in beiden Fällen waren ihre Rocksäume vom Blut der treuen Diener Jehovas dunkelrot (Jer 2:34; Mat 23:35, 36; 27:24, 25; Luk 11:50, 51). Die große „Hure“, Babylon die Große, hat so viel Blutschuld auf sich geladen, dass sie vom Blut des Volkes Jehovas trunken ist (Off 17:5, 6; 18:24).

      Ja, diese mit Blutschuld Beladenen sind es gemäß den Worten Davids nicht wert, auch nur die Hälfte ihres Lebens zu leben (Ps 55:23). Wie David sollten alle Jehova im Gebet darum bitten, sie von Blutschuld zu befreien sowie von Menschen, die mit Blutschuld beladen sind (Ps 51:14; 59:2; 139:19). In der Offenbarung wird vorhergesagt, dass der Klang eines von einem gewaltigen Chor herrührenden Lobgesangs in Kurzem zu Jehova aufsteigen wird, weil Babylon die Große restlos vernichtet und das Blut aller Unschuldigen für immer gerächt sein wird (Off 19:1, 2).

      In den Christlichen Griechischen Schriften wird gezeigt, dass Christen in Gottes Augen auf dreierlei Weise Blutschuld über sich bringen können: 1. durch Blutvergießen, Mord; dazu gehört die direkte oder indirekte Unterstützung einer mit Blutschuld beladenen Organisation (wie Babylon die Große [Off 17:6; 18:2, 4] oder andere Organisationen, die viel unschuldiges Blut vergossen haben [Off 16:5, 6; vgl. Jes 26:20, 21]); 2. durch das Essen oder Trinken von Blut auf irgendeine Weise (Apg 15:20) und 3. durch das Versäumnis, die gute Botschaft vom Königreich zu predigen, wodurch anderen lebensrettende Informationen vorenthalten werden (Apg 18:6; 20:26, 27; vgl. Hes 33:6-8).

  • Boanerges
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • BOANERGES

      (Boanẹrges) [„Donnersöhne“].

      Ein semitischer Ausdruck, der nur in Markus 3:17 zu finden ist, wo auch seine Übersetzung angegeben wird. Jesus gab ihn den Söhnen des Zebedäus, Jakobus und Johannes, als Beinamen und spielte damit wahrscheinlich auf den glühenden Eifer dieser beiden Apostel an (Luk 9:54). Im Gegensatz zu dem neuen Namen Simons, nämlich Petrus, scheint Boanerges nicht allgemein gebräuchlich gewesen zu sein.

  • Boas I
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • BOAS I

      (Bọas) [vielleicht „In Stärke“].

      Ein Landbesitzer in Bethlehem in Juda, ‘ein vermögender Mann’, der etwa im 14. Jahrhundert v. u. Z. lebte (Ru 2:1). Boas war der Sohn von Salma (Salmon) und Rahab und der Vater von Obed (Mat 1:5). Er war ein Bindeglied in der Abstammungslinie des Messias, nämlich der siebte in der Reihe der Nachkommen Judas (1Ch 2:3-11; Luk 3:32, 33). Das Buch Ruth schildert die höchst ungewöhnlichen Ereignisse, die dazu führten, dass Boas in die Geschlechtslinie Jesu aufgenommen wurde.

      Boas hatte einen nahen Verwandten namens Elimelech, der, ebenso wie seine beiden Söhne, starb, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen. Ruth, eine der beiden Witwen der zwei Söhne, blieb bei Elimelechs Witwe Noomi. Es war Erntezeit, und „durch Zufall“ las Ruth auf dem Feld, das Boas gehörte, Ähren auf (Ru 2:3). Boas nun war ein echter Judäer, ein ergebener Anbeter Jehovas. Nicht nur, dass er seine Schnitter mit „Jehova sei mit euch“ begrüßte, sondern nachdem er Ruths Loyalität gegenüber Noomi beobachtet hatte, sagte er auch zu Ruth: „Möge Jehova deine Handlungsweise belohnen, und möge dir ein vollkommener Lohn von Jehova ... zuteilwerden“ (Ru 2:4, 12). Als Ruth diese Dinge ihrer Schwiegermutter Noomi berichtete, rief diese aus: „Gesegnet sei er von Jehova ... Er ist einer unserer Rückkäufer“ (Ru 2:20). Als dann die Ernte zu Ende ging, erklärte Noomi Ruth die übliche Vorgehensweise, um Boas auf die Angelegenheit aufmerksam zu machen. Als Boas auf seiner Dreschtenne schlief, erwachte er und stellte fest, dass Ruth zu seinen Füßen lag, die unbedeckt waren. Sie bat ihn, Elimelechs Grundeigentum durch Leviratsehe zurückzukaufen. (Siehe SCHWAGEREHE.) Ruth sollte die Stelle Noomis einnehmen, die bereits zu alt war, um Kinder zu gebären. Boas verlor keine Zeit und sprach mit einem noch näheren Verwandten – in der Bibel nur als Soundso bezeichnet –, der sich aber weigerte, in Übereinstimmung mit der göttlichen Vorkehrung zu handeln. Boas war jedoch schnell dazu bereit und nahm sich Ruth zur Frau, worauf ihm die Bewohner des Ortes Gottes Segen wünschten. Sie gebar ihm einen Sohn namens Obed, der der Großvater König Davids wurde (Ru 3:1 bis 4:17).

      Überall, wo uns Boas in der Erzählung begegnet – angefangen von der freundlichen Begrüßung seiner Arbeiter bis zu seiner Zusage, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass der Name Elimelechs erhalten bleibe –, erscheint er als ein außergewöhnlicher Mann. Boas erweist sich als ein Mann der Tat, der große Autorität besitzt und dem es dennoch nicht an Selbstbeherrschung, Freigebigkeit und Freundlichkeit mangelt; er zeichnet sich durch ein sittlich einwandfreies Verhalten, durch Glauben und Integrität aus. Ja, er ist ein

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