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  • Barmherzigkeit, Erbarmung
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • ist als die Priester aus der Linie Aarons, ein Mensch werden sowie leiden und sterben musste: „Folglich musste er in allen Beziehungen seinen ‚Brüdern‘ gleich werden, damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoher Priester werde, um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer darzubringen.“ Dadurch, dass er „gelitten hat, als er auf die Probe gestellt wurde, kann er denen zu Hilfe kommen, die auf die Probe gestellt werden“ (Heb 2:17, 18). Alle, die sich durch Jesus an Gott wenden, können dies voller Zuversicht tun, denn sie besitzen den Bericht über das Leben Jesu und über das, was er gesagt und getan hat. „Als Hohen Priester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit“ (Heb 4:15, 16).

      Dadurch, dass Jesus sein eigenes Leben opferte, zeigte er im Besonderen seine Barmherzigkeit und Liebe. In seiner Stellung im Himmel als Hoher Priester bewies er wieder, dass er barmherzig ist, so z. B. bei Paulus (Saulus), dem er aufgrund seiner Unwissenheit Barmherzigkeit erwies. Paulus sagte: „Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden“ (1Ti 1:13-16). So, wie den Israeliten von Jesu Vater, Jehova Gott, viele Male Barmherzigkeit erwiesen wurde, indem er sie vor ihren Feinden rettete, sie von ihren Bedrückern befreite und sie somit in einen Zustand des Friedens und des Wohlstands versetzte, so können auch Christen fest auf die Barmherzigkeit hoffen, die durch Gottes Sohn zum Ausdruck gebracht wird. Daher schrieb Judas: „Bewahrt euch selbst in Gottes Liebe, während ihr mit der Aussicht auf ewiges Leben auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus wartet“ (Jud 21). Gottes wunderbare Barmherzigkeit, die durch Christus zum Ausdruck kommt, ermuntert wahre Christen, in ihrem Dienst nicht nachzulassen, sondern ihn weiterhin selbstlos durchzuführen (2Ko 4:1, 2).

      Barmherzigkeit oder Erbarmung gegenüber Tieren. In Sprüche 12:10 heißt es: „Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.“ Während der Gerechte die Bedürfnisse seiner Tiere kennt und ein Gespür dafür hat, ob es ihnen gut geht, bleiben die Erbarmungen des Bösen völlig unberührt von diesen Bedürfnissen. Die Welt ist heute selbstsüchtig und lieblos, weshalb die Behandlung von Tieren lediglich vom Profit abhängt. Was der Böse als eine angemessene Versorgung ansieht, kann in Wirklichkeit eher eine grausame Behandlung sein. (Vgl. 1Mo 33:12-14.) Dadurch, dass Gott für die Tiere als Teil seiner Schöpfung sorgt, sollten sich gerechte Personen angespornt fühlen, sich um ihre Tiere zu kümmern. (Vgl. 2Mo 20:10; 5Mo 25:4; 22:4, 6, 7; 11:15; Ps 104:14, 27; Jon 4:11.)

      Barmherzigkeit, Erbarmung und Güte. Andere Worte, die eng mit den Begriffen rachamím und éleos verwandt sind und häufig damit in Verbindung gebracht werden, sind das hebräische Wort chéßedh (Ps 25:6; 69:16; Jer 16:5; Klg 3:22), das liebende Güte (oder loyale Liebe) bedeutet, und das griechische Wort cháris (1Ti 1:2; Heb 4:16; 2Jo 3), dessen Bedeutung „unverdiente Güte“ ist. chéßedh unterscheidet sich von rachamím insofern, als es die Treue oder die loyale, liebevolle Zuneigung zu dem Empfänger der Güte hervorhebt, wohingegen bei rachamím die Betonung auf dem zarten Mitgefühl, dem Mitleid oder Erbarmen liegt, das empfunden wird. Ähnlich besteht der grundlegende Unterschied zwischen dem Wort cháris und éleos darin, dass cháris besonders den Gedanken einer freien und unverdienten Gabe zum Ausdruck bringt und somit die Freigebigkeit und Großzügigkeit oder Großherzigkeit des Gebers betont, während éleos das barmherzige Eingehen auf die Belange von Leidenden oder Benachteiligten hervorhebt. In diesem Sinn erwies Gott seinem eigenen Sohn cháris, d. h. unverdiente Güte, als er ihm ‘gütigerweise den Namen gab [echarísato], der über jedem anderen Namen ist’ (Php 2:9). Diese Güte wurde nicht von Mitleid oder Erbarmen hervorgerufen, sondern von Gottes Freigebigkeit oder Großzügigkeit, die von Liebe getragen war. (Siehe FREUNDLICHKEIT, GÜTE.)

  • Barnabas
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • BARNABAS

      (Bạrnabas) [„Sohn des Trostes“].

      Diese bedeutende Gestalt der Christenversammlung des 1. Jahrhunderts wird uns von Lukas in Apostelgeschichte 4:34-36 vorgestellt. Dort erfahren wir, dass dieser ergebene Mann ein Levit aus Zypern war, doch der erste Bericht über ihn spielt in Jerusalem. Von den vielen Gläubigen, die kurz nach Pfingsten ihre Felder und Häuser verkauften und den Erlös den Aposteln zur Förderung des christlichen Werkes gaben, wurde dieser Mann namentlich erwähnt. Sein eigentlicher Name war

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