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Gegossenes Meer (Kupfernes Meer)Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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der Hände und Füsse der Priester“ bestimmt gewesen (Jüdische Altertümer, 8. Buch, Kap. 3, Abs. 6). Was immer der Fall gewesen sein mag, das Kupfermeer hatte mit der Reinigung der Priester zu tun.
In der Prophezeiung. Der Zweck, dem das kupferne Meer diente, liefert den Schlüssel zum Verständnis des in der Offenbarung erwähnten „gläsernen Meeres“, das der Apostel Johannes in einer Vision vor dem Thron Gottes sah (Off 4:6; 15:2). Es war „wie Kristall“, hatte also vielleicht durchsichtige Wände (vgl. Off 21:18, 21), sodass sein Inhalt gesehen werden konnte. Die an diesem Meer stehenden Personen, die das „wilde Tier“ und sein „Bild“ besiegt haben, entsprechen den in Offenbarung 17:14 und 20:4-6 beschriebenen „Berufenen und Auserwählten und Treuen“. Sie werden während der Tausendjahrherrschaft Christi „Priester Gottes und des Christus“ sein und mit ihm als Könige regieren. (Vgl. 1Pe 2:9.) Die Stellung dieser am „gläsernen Meer“ vor Gottes Thron stehenden Priesterklasse erinnert an die Reinigung der Christenversammlung „mit dem Wasserbad durch das Wort“, die der Apostel Paulus erwähnt (Eph 5:25-27). Jesus sprach ebenfalls von der reinigenden Kraft des von ihm verkündigten Wortes Gottes (Joh 15:3). Dass das Wasser im Meer „mit Feuer vermischt“ war (Off 15:2), deutet zweifellos auf Gottes Urteilssprüche hin, denn Feuer wird häufig in dieser Verbindung gebraucht, ja von Gott selbst wird gesagt, er sei gegenüber denen, die sich seinem Willen widersetzen, wie „ein verzehrendes Feuer“ (Heb 12:25, 29).
Die sinnbildliche Darstellung des „gläsernen Meeres“ in der Vision des Johannes bestätigt somit die inspirierte Erklärung des Paulus, nach der das irdische Zelt und der Tempel samt ihrer Ausrüstung und den Funktionen der Priester himmlische Dinge darstellten. (Vgl. Heb 8:4, 5; 9:9, 11, 23, 24; 10:1.) Über die Bedeutung der Stierfiguren, auf denen das kupferne Meer im Tempel Salomos ruhte, gibt das Stichwort STIER Aufschluss.
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Ge-HaraschimEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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GE-HARASCHIM
(Ge-Hạraschim) [„Handwerkertal“, „Tal der (Kunst)handwerker“].
Ein Tal, das nach einer Gemeinschaft von Handwerkern benannt wurde, die dort lebten (1Ch 4:14). Der „Vater“ oder Gründer dieser Gemeinschaft war Joab, doch offenbar nicht der Joab aus der Zeit Davids. Nach dem Babylonischen Exil siedelten sich in dem Tal Benjaminiter an (Ne 11:31, 35). Einige Geografen verlegen es vermutungsweise in das Wadi esch-Schellale, ein breites Tal, das einige Kilometer sö. von Tel Aviv-Jaffa liegt; andere ziehen die Gleichsetzung mit Sarafand el-Kharab vor, das sich sw. vom Wadi esch-Schellale befindet.
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GehasiEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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GEHASI
(Gehạsi).
Ein Bediensteter des Propheten Elisa.
Als Elisa wissen wollte, was er für eine gastfreundliche Sunamitin tun könne, war es Gehasi, der ihn darauf aufmerksam machte, dass sie keine Kinder hatte und ihr Mann alt war. Demzufolge teilte Elisa ihr mit, sie werde mit einem Sohn belohnt werden. Jahre später wurde der Sohn, den sie dann durch ein Wunder bekommen hatte, krank und starb. Darauf ritt die Sunamitin zu Elisa, der sich am Berg Karmel aufhielt, und umfasste seine Füße. Als Gehasi dies sah, versuchte er sie wegzustoßen, wurde aber aufgefordert, sie zu lassen. Nachdem sie ausgeredet hatte, schickte Elisa sofort Gehasi voraus zu dem Jungen, während Elisa und die Frau folgten. Als sie noch auf dem Weg waren, kam ihnen Gehasi entgegen und berichtete, der Junge sei nicht aufgewacht, obwohl er Elisas Stab auf sein Gesicht gelegt habe. Doch Elisa auferweckte kurz nach seinem Eintreffen den Sohn der Sunamitin (2Kö 4:12-37).
Später empfahl Elisa ihr und ihren Hausgenossen, wegen einer bevorstehenden siebenjährigen Hungersnot in ein anderes Land zu ziehen. Nach der Hungersnot kehrte sie aus Philistäa nach Israel zurück und wandte sich an den König mit der Bitte, ihr ihr Haus und ihr Feld zurückzugeben. Es ergab sich gerade, dass zu dieser Zeit Gehasi dem König davon erzählte, wie Elisa den Sohn dieser Frau auferweckt hatte. Darauf bat der König die Sunamitin, ihm die Geschichte selbst zu erzählen, und gab den Befehl, ihr alles zurückzuerstatten, sogar den ganzen Ertrag, den ihr Feld in ihrer Abwesenheit gebracht hatte (2Kö 8:1-6).
Gehasi wurde schließlich ein Opfer von Habgier. Das geschah in Verbindung mit der Heilung des Syrers Naaman. Elisa hatte es abgelehnt, von Naaman ein Geschenk für seine Heilung vom Aussatz anzunehmen (2Kö 5:14-16), doch Gehasi begehrte ein Geschenk und dachte, es sei nur recht und billig, es zu erhalten. Daher lief er Naaman nach und bat ihn im Namen Elisas um ein Talent Silber (ein Wert von 6606 $) und zwei Wechselkleider unter dem Vorwand, dies sei für zwei junge Männer von den Söhnen der Propheten, die gerade aus der Berggegend von Ephraim eingetroffen seien. Naaman gab ihm freudig nicht nur ein, sondern zwei Talente Silber sowie zwei Wechselkleider und beauftragte zwei seiner Bediensteten, das Geschenk für Gehasi zu tragen. In
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