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  • Ham
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • dass sie nicht hamitischer Abstammung waren oder nicht ursprünglich eine hamitische Sprache sprachen. Viele Völker nahmen die Sprache ihrer Eroberer an. Oder sie übernahmen die Sprache anderer Völker, mit denen sie Umgang hatten, oder die Sprache des Landes, in das sie ausgewandert waren.

      Ham heiratete vor der Flut und überlebte die Flut mit seiner Frau, seinem Vater und seiner Mutter sowie seinen zwei Brüdern und ihren Frauen (1Mo 6:18; 7:13; 8:15, 16, 18; 1Pe 3:19, 20). Die Söhne Hams wurden nach der Flut geboren.

      Später geriet er in eine Angelegenheit hinein, durch die sein Sohn Kanaan einen Fluch über sich brachte. Noah war von Wein trunken geworden und hatte sich in seinem Zelt entblößt. Ham sah die Blöße seines Vaters. Statt gegenüber Noah als dem Familienoberhaupt und als Gottes Diener und Prophet, den Gott dazu gebraucht hatte, die Menschheit zu erhalten, gebührende Achtung zu zeigen, erzählte Ham seinen beiden Brüdern, was er gesehen hatte. Sem und Japhet bewiesen gebührenden Respekt, indem sie rückwärts gingen und Noah mit einem Überwurf bedeckten. Auf diese Weise sahen sie nicht die Blöße ihres Vaters und handelten nicht schändlich. Als Noah erwachte, äußerte er einen Fluch, aber nicht über Ham, sondern über dessen Sohn Kanaan. Und in dem Segen, den er über Sem aussprach und in dem auch ein Segen für Japhet eingeschlossen war, wurde Ham übergangen oder ignoriert; nur von Kanaan wurde gesagt, dass er verflucht sei. Außerdem prophezeite Noah über Kanaan, dass er der Sklave Sems und Japhets werden würde (1Mo 9:20-27).

      Es ist möglich, dass Kanaan in die Angelegenheit verwickelt war und sein Vater, Ham, es versäumte, ihn zurechtzuweisen. Oder Noah, der unter Inspiration prophezeite, sah im Voraus, dass die schlechte Neigung Hams, die möglicherweise schon in dessen Sohn Kanaan zu erkennen war, von den Nachkommen Kanaans geerbt werden würde. Der Fluch wurde teilweise wirksam, als die semitischen Israeliten die Kanaaniter unterwarfen. Diejenigen, die nicht vernichtet wurden (z. B. die Gibeoniter [Jos 9]), wurden zu Sklaven Israels gemacht. Jahrhunderte später wurde die Wirksamkeit des Fluches erweitert, als die Nachkommen Kanaans, des Sohnes Hams, unter die Herrschaft der japhetitischen Weltmächte Medo-Persien, Griechenland und Rom gelangten.

      Einige haben fälschlicherweise die Ansicht vertreten, Dunkelhäutigkeit und die Versklavung von Menschen mit dunkler Hautfarbe sei die Folge des Fluches über Kanaan. Doch dem ist nicht so, denn Menschen mit dunkler Hautfarbe sind keine Nachkommen Kanaans, der verflucht wurde. Vielmehr stammen sie von Kusch und möglicherweise von Put ab, von anderen Söhnen Hams, die mit dem Vorfall, der den Fluch nach sich zog, nichts zu tun hatten.

      2. Eine Stadt der Susim, die ö. des Jordan lag (1Mo 14:5). Der König von Elam, der mit drei anderen Königen verbündet war, fügte der Stadt eine Niederlage zu, als er den Aufstand der Städte des Bezirks in der Gegend des Toten Meeres niederschlug (1Mo 14:1-12). Gemäß der Auflistung der Städte in 1. Mose 14:5, 6 scheint die Stadt Ham s. von Aschteroth-Karnajim und n. von Schawe-Kirjathajim gelegen zu haben. Der Name der Stadt ist in dem Namen des heutigen Dorfs Ham am Wadi er-Rudscheileh (auch Wadi Ham genannt) erhalten geblieben, das etwa 6 km ssw. von Irbid im ʽAdschlun und 30 km sö. des Südendes des Galiläischen Meeres liegt. Die alte Stadt lag wahrscheinlich auf dem nahe gelegenen Tell Ham.

      3. In den Psalmen wird „Ham“ mit Ägypten in Verbindung gebracht, indem vom „Lande Hams“ die Rede ist (Ps 78:51; 105:23, 27; 106:21, 22; siehe ÄGYPTEN, ÄGYPTER).

  • Haman
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • HAMAN

      (Hạman).

      Der Sohn Hammedathas, des Agagiters. Die Bezeichnung „Agagiter“ mag bedeuten, dass Haman ein Amalekiter königlicher Abstammung war (Est 3:1; siehe AGAG Nr. 1; AGAGITER). Wenn er tatsächlich ein Amalekiter war, dann kann man sich auch erklären, warum er die Juden so sehr hasste. Jehova hatte nämlich entschieden, die Amalekiter schließlich auszutilgen (2Mo 17:14-16), denn dadurch, dass sie die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wildnis angegriffen hatten, hatten sie ihren Hass gegenüber Gott und seinem Volk bewiesen (2Mo 17:8).

      Haman war ein Bediensteter des Ahasverus (Xerxes I.), des Königs von Persien, der zu Beginn des fünften Jahrhunderts v. u. Z. regierte. Haman wurde geehrt und im Persischen Reich als erster Minister eingesetzt. Da sich Mordechai, ein Jude, weigerte, sich vor ihm niederzuwerfen, wurde er so wütend, dass er die Vernichtung Mordechais und der Juden des ganzen Reiches plante. Er stellte die Juden als unerwünschte Personen im Reich und als Gesetzesübertreter hin. Und ihre Gesetze seien „verschieden von denen jedes anderen Volkes“. Außerdem machte er dem König ein finanzielles Angebot, indem er sagte: „So werde geschrieben, dass man sie vernichte; und ich werde zehntausend Silbertalente [ca. 66 060 000 $] in die Hände derer zahlen, die das Werk tun, damit sie es in den Schatz des Königs bringen.“ Der König gab Haman seinen Siegelring und antwortete: „Das Silber wird dir gegeben, auch das Volk, um mit ihm gemäß dem zu tun, was gut ist in deinen eigenen Augen“ (Est 3:1-11).

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