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  • Zin
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • (4Mo 13:21, 26). Nach vielen Jahren der Wüstenwanderung kamen die Israeliten ein zweites Mal nach Kadesch in der Wildnis Zin. Die Wildnis eignete sich an dieser Stelle nicht zur Aussaat und war öde – ohne Feigen, Weinstöcke, Granatäpfel und Wasser (4Mo 20:1-5; vgl. 4Mo 20:28; 33:38; 5Mo 1:3). Es war in Verbindung mit den Wassern Meribas von Kadesch in der Wildnis Zin, dass Moses und Aaron Jehova vor dem Volk nicht geheiligt hatten und das Vorrecht verloren, in das Land der Verheißung einzugehen (4Mo 27:12-14; 5Mo 32:50, 51).

      Die Wildnis Zin verlief ‘Edom entlang’ (sie lag direkt w. von Edom) und am sö. Ende des Gebietes, das dem Stamm Juda zugeteilt war (4Mo 34:3; Jos 15:1). Da Kadesch in der Wildnis Zin und in der Wildnis Paran lag (4Mo 13:26; 20:1), ist es möglich, dass die beiden Wüstengebiete entweder aneinandergrenzten oder dass die Wildnis Zin ein Teil der ausgedehnteren Wildnis Paran war.

      2. Zweimal erscheint „Zin“ ohne den Ausdruck „Wildnis“. In diesen Fällen könnte es eine noch unbekannte Stadt bezeichnen, die im S Judas zwischen dem Akkrabimpass und Kadesch-Barnea lag und von der die umliegende Wildnis ihren Namen erhielt. Es kann damit aber auch die Wildnis Zin selbst gemeint sein (4Mo 34:4; Jos 15:3).

  • Zinn
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZINN

      Ein silberweißes, sehr geschmeidiges Metall. Von den sechs Metallen, die in den Schmelzöfen des Altertums gewonnen wurden, hatte Zinn den niedrigsten Schmelzpunkt, nämlich nur 232 °C (Hes 22:18, 20). Das hebräische Wort bedhíl bedeutet „Abgesondertes, Ausgesondertes“ oder durch Schmelzen von Edelmetallen „Geteiltes“ oder „Ausgeschiedenes“. Es wird auch mit „Abfallprodukt“ wiedergegeben (Jes 1:25).

      In Palästina gab es keine Zinnminen. Zinn wird zuerst unter den wertvollen Dingen erwähnt, die die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten von den Midianitern erbeutet hatten (4Mo 31:2, 22). Die Tyrier bezogen Zinn aus Tarschisch (Hes 27:12). Eine große Menge des braunschwarzen Zinnoxids, Zinnstein genannt, wurde aus Flusssanden in Spanien und Britannien gewonnen. Zinn wurde anscheinend zur Herstellung von Senkbleien verwendet, denn in Sacharja 4:10 (wo vom „Senkblei“ die Rede ist) heißt es nach dem massoretischen Text: „den Stein [oder „das Gewicht“], das Zinn“. In Amos 7:7, 8 kann das mit „Senkblei“ wiedergegebene hebräische Wort entweder Zinn oder Blei bedeuten. Am besten eignet sich Zinn jedoch zur Steigerung der Härte von Metallen. Man hat antike Bronzegegenstände gefunden mit einem Zinngehalt von 2 bis 18 Prozent.

  • Zinnober
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZINNOBER

      Siehe FARBEN.

  • Zins
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • ZINS

      Betrag, den ein Schuldner für den Gebrauch dessen bezahlt, was er geliehen hat.

      Schon im 2. Jahrtausend v. u. Z. hatte Babylon ein voll entwickeltes Leihsystem. Der Kodex Hammurabi lässt einen 20-prozentigen Zinssatz für Geld und Getreide vermuten und bestimmte, dass ein Kaufmann, der einen höheren Zins forderte, den geliehenen Beitrag einbüßte. Im Gegensatz dazu untersagte das Gesetz, das Gott den Israeliten gab, ihren niedergedrückten Mitisraeliten Zins aufzuerlegen. Niemand sollte von den finanziellen Schwierigkeiten eines anderen profitieren (2Mo 22:25; 3Mo 25:36, 37; 5Mo 23:19). Und in Sprüche 28:8 wird angedeutet, dass Reichtum, der auf ungerechte Weise erworben wird, eventuell in den Besitz dessen gelangt, „der den Geringen Gunst erweist“.

      Doch die Israeliten durften von Ausländern Zins nehmen (5Mo 23:20). Jüdische Kommentatoren sind der Meinung, dies beziehe sich nur auf Geld, das für kaufmännische Zwecke verliehen wurde, und nicht auf einen Notfall (Pentateuch und Haftoroth, herausgegeben von J. H. Hertz, Bd. 5, Berlin 1938, S. 287, 288). Gewöhnlich waren Ausländer nur vorübergehend in Israel, oft aus geschäftlichen Gründen, und es wäre vernünftig gewesen, von ihnen Zins zu verlangen, besonders weil sie anderen auf Zins liehen.

      Auch wenn aufrichtige Israeliten Gottes Gesetz bezüglich des zinsfreien Darlehens befolgten (Ps 15:5; Hes 18:5, 8, 17), wurde es wahrscheinlich allgemein üblich, Zins zu verlangen, wodurch bedürftige Schuldner in Not gerieten (Ne 5:1-11; Jes 24:2; Hes 18:13; 22:12). Doch Jesus Christus verteidigte das Gesetz Gottes und erweiterte sogar seine Anwendung, indem er sagte: „Fahrt fort, ... ohne Zins zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen“ (Luk 6:34, 35). Es wäre daher unangebracht, jemand seine Hilfe zu verwehren, der seine Schulden möglicherweise nicht zurückzahlen kann, weil er sich unverschuldet in anhaltender Not befindet. Wenn das Darlehen jedoch nicht der Armut abhelfen sollte, durfte man Zins für geliehenes Geld verlangen. Dass es richtig ist, Zins für investiertes Kapital zu erhalten, deutete Jesus an, als er in einem Gleichnis einen bösen Sklaven rügen lässt, weil er das Geld seines Meisters nicht bei den Bankleuten anlegte, sodass er Zins dafür erhalten hätte (Mat 25:26, 27; Luk 19:22, 23).

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