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  • Stier
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Jehovas in einer Vision sah, hatten je vier Gesichter, und eines davon war das Gesicht eines Stieres (Hes 1:10). In der Vision, die der Apostel Johannes sah, war eines der vier lebenden Geschöpfe rings um den Thron gleich einem jungen Stier (Off 4:6, 7). Der Stier stellt demnach passenderweise eine der grundlegenden Eigenschaften Jehovas dar, nämlich unumschränkte Macht (Ps 62:11; Jes 40:26).

      Der Stier wird in der Bibel auch als Symbol für die erbitterten Feinde Jehovas und seiner Anbeter gebraucht, denn diese Feinde suchen Gottes Anbeter zu versklaven und zu vernichten, aber sie selbst werden am Tag der Rache Jehovas ausgelöscht werden (Ps 22:12; 68:30; Jes 34:7, 8; Hes 39:18; siehe KALB; OPFER).

      In der Bibel wird auf mehrere Eigenschaften des ‘Wildstiers’ (reʼém) indirekt Bezug genommen: auf sein widerspenstiges Verhalten (Hi 39:9-12), seine Schnelligkeit und Unbesiegbarkeit (4Mo 23:22; 24:8), die Kraft seiner großen Hörner (5Mo 33:17; Ps 22:21; 92:10) und seine Ausgelassenheit, wenn er jung ist (Ps 29:6). Wildstiere dienen auch als Symbol für die widerspenstigen Feinde Jehovas, an denen er sein Gerichtsurteil vollstrecken wird (Jes 34:7).

  • Stiftshütte
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • STIFTSHÜTTE

      Ein transportables Zelt der Anbetung, das die Israeliten benutzten; manchmal wurde es auch „das Zelt der Zusammenkunft“ genannt (2Mo 39:32, 40; siehe ZELT DER ZUSAMMENKUNFT). Auf Hebräisch heißt die Stiftshütte mischkán („Wohnsitz, Wohnung, Stiftshütte“), ʼóhel („Zelt“) und miqdásch („Heiligtum“). Auf Griechisch wird sie skēnḗ genannt, was „Zelt, Hütte, Wohnstätte“ bedeutet. (Siehe HEILIGE STÄTTE.)

      Die Stiftshütte war ein Hauptbestandteil der Vorkehrung Jehovas, durch die die Nation Israel sich ihm nahen konnte. Sie bestand aus zwei Abteilen (BILD, Bd. 1, S. 538). Das erste Abteil, das Heilige, enthielt den goldenen Leuchter, den goldenen Räucheraltar, den Schaubrottisch und goldene Geräte; in dem innersten Abteil, dem Allerheiligsten, befand sich die Bundeslade, die von zwei goldenen Cheruben überdeckt war. (Siehe ALLERHEILIGSTES; BUNDESLADE.)

      Wann eingeweiht. Die Stiftshütte oder das „Zelt der Zusammenkunft“ (in 1Sa 1:9 ‘der Tempel Jehovas’ und in 1Sa 1:24 „das Haus Jehovas“ genannt) wurde in der Wildnis am Berg Sinai im Jahr 1512 v. u. Z. errichtet. Am ersten Tag des ersten Monats (Abib oder Nisan) wurde die Stiftshütte mit ihrer Einrichtung und ihren Geräten vollständig aufgerichtet (2Mo 40). An diesem Tag setzte der Mittler Moses unter Jehovas Leitung die Priesterschaft ein, und alle Dienste in Verbindung mit der Einsetzung dauerten sieben Tage. Am achten Tag begannen die Priester, ihre offiziellen Funktionen auszuüben (3Mo Kap. 8, 9; siehe EINSETZUNG).

      Bauplan. Nachdem Jehova zu Moses auf dem Berg geredet und ihm das vollständige Muster für die Stiftshütte gegeben hatte, gebot er ihm: „Sieh zu, dass du alle Dinge nach ihrem Muster machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.“ Sie diente als ein „Schatten der himmlischen Dinge“ und musste deshalb bis ins kleinste Detail genau sein (Heb 8:5). Jehova inspirierte Bezalel und Oholiab, sodass die Arbeit, an der sich auch andere beteiligten – sowohl Männer als auch Frauen –, gemäß Moses’ Anweisungen vollkommen ausgeführt werden konnte. Das Ergebnis war: „Gemäß allem, was Jehova Moses geboten hatte, so verrichteten die Söhne Israels den ganzen Dienst“ (2Mo 39:42; 35:25, 26; 36:1, 4). Die Materialien wurden durch freiwillige Beiträge des Volkes beschafft (2Mo 36:3, 6, 7). Zweifellos stammten die Beiträge an Gold, Silber und Kupfer sowie die Garne, Gewebe und Felle weitgehend von dem, was die Israeliten aus Ägypten mitgenommen hatten (2Mo 12:34-36; siehe SEEHUNDSFELL). Akazienholz gab es in der Wildnis. (Siehe AKAZIE.)

      Den Berechnungen in diesem Artikel wurde eine Elle von 44,5 cm zugrunde gelegt. Doch möglicherweise wurde die lange Elle von 51,8 cm verwendet. (Vgl. 2Ch 3:3; Hes 40:5.)

      Decken und Abschirmungen. Den ganzen Rahmenbau bedeckte zunächst eine Leinendecke mit bunt gestickten Cheruben. Die Decke bestand aus zwei großen Teilen mit je fünf Tüchern, wobei die Teile durch Schleifen aus blauem Faden und durch goldene Haken zusammengehalten wurden. Jedes Tuch war nur 28 Ellen (12,5 m) lang, sodass es auf jeder Seite des Bauwerks mindestens eine Elle (44,5 cm) über dem Boden endete (2Mo 26:1-6).

      Auf der Leinendecke lag eine Decke aus Ziegenhaar, die aus zwei Teilen bestand: einer aus sechs Tüchern und der andere aus fünf. Jedes dieser 11 Tücher war 30 Ellen (13,4 m) lang. Darüber legte man die Decke aus rot gefärbten Widderfellen und zum Schluss eine aus Seehundsfellen, die anscheinend bis zum Boden reichte und offensichtlich mit Seilen versehen war, sodass sie mit Zeltpflöcken am Boden befestigt werden konnte (2Mo 26:7-14).

      Ein Vorhang zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten war mit Cheruben bestickt (2Mo

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