Der Pionierdienst — Teil 1
Pionierdienst — ein Beruf, der deine Zukunft sichert
1 Drehen wir einmal das Rad der Geschichte bis zum Herbst des Jahres 29 u. Z. zurück. Wir befinden uns in Nazareth, einer Stadt in Galiläa. Während der Arbeitstag zu Ende geht, beobachten wir einen etwa 30 Jahre alten Mann — er ist Zimmermann von Beruf —, der dabei ist, seine Werkstatt aufzuräumen. Er scheint es dieses Mal mit besonderer Sorgfalt zu tun. Bald erfahren wir auch den Grund. Er steht im Begriff, seinen Beruf zu wechseln. Bei diesem stattlichen Mann handelt es sich um Jesus von Nazareth.
2 Die neue Tätigkeit, die Jesus nicht nur nebenberuflich, sondern hauptberuflich durchführen wollte, war, ein Prediger der guten Botschaft zu sein. Bald lud er auch andere ein, seinen Fußstapfen zu folgen, und veranlaßte auch diese, einen Berufswechsel vorzunehmen. Den neuen Beruf nannte er „Menschenfischer“ (Matth. 4:18-22).
EIN BERUF, DER DEN HÖCHSTEN LOHN EINBRINGT
3 Jesus gab wegen der besonderen Aufgaben, die ihm Jehova hier auf der Erde zugeteilt hatte, nicht nur seinen Beruf als Zimmermann auf, sondern verließ auch vorübergehend einen herrlichen Dienstplatz im Himmel. Er war sich aber eines hohen Lohnes sicher, wenn er seinen Auftrag gewissenhaft durchführen würde (Hebr. 6:10). In einem Gleichnis vergleicht er den ihm in Aussicht gestellten Lohn mit einem Schatz, der ihm so viel bedeutete, daß er bereit war, große Opfer zu bringen, um ihn zu erwerben (Matth. 13:44, 45). Ja, er war bereit, ‘für die vor ihm liegende Freude den Marterpfahl zu erdulden’ (Hebr. 12:2). Er war aber auf keinen Fall bereit, eine hohe Stellung in Satans Organisation zu bekleiden (Luk. 4:5-8).
AUCH HEUTE VIELE PIONIERE BENÖTIGT
4 Auch in diesen letzten Tagen des vergehenden Systems der Dinge ergeht von Jehova, dem großen Arbeitgeber, an seine willigen ihm hingegebenen Diener der Ruf, wenn es irgend möglich ist, Raum für den Dienst als Pionier zu schaffen, was „Vorkämpfer“ und „Wegbereiter“ bedeutet. Möge niemand diesen Beruf gering einschätzen. Es ist ein Beruf, der Zukunft hat. Dies hatte schon Paulus erkannt. Deshalb trat er freudig und einsatzbereit in die Fußstapfen seines Herrn und Meisters. In 1. Korinther 11:1 ermuntert er uns zu demselben Dienst mit den Worten: „Werdet meine Nachahmer, so, wie ich Christi Nachahmer bin.“
ZUKUNFTSAUSSICHTEN
5 Da Jehova nicht ungerecht ist und die in seinem Dienst geleistete Arbeit vergessen würde, können wir sicher sein, daß er die ihm geleisteten treuen Dienste reichlich belohnen wird. Wieder ist es Jesus, der uns in diesem Zusammenhang den Rat gibt: „Hört auf, euch Schätze auf der Erde aufzuhäufen, wo Motte und Rost sie verzehren und wo Diebe einbrechen und stehlen. Häuft euch vielmehr Schätze im Himmel auf, wo weder Motte noch Rost sie verzehren und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Hebr. 6:10; Matth. 6:19-21; 5:12). So werden neben Jesus noch 144 000, von denen viele Raum schaffen konnten, Pionier zu werden, eine hohe Stellung im Himmel erhalten. Paulus nannte den in Aussicht gestellten Lohn „Krone der Gerechtigkeit“ (2. Tim. 4:8). Aber auch den Gliedern der großen Volksmenge steht nicht nur vollkommene Gesundheit und ewiges Leben und Glück in einem Paradies als Lohn für die geleistete Arbeit in Aussicht, sondern für viele besteht auch noch die Möglichkeit, mit den Treuen der alten Zeit eine fürstliche Stellung zu bekleiden (Ps. 45:16: Jes. 32:1, 2).
JEHOVA SORGT FÜR SEINE PIONIERE
6 Da Pioniere oft auch in Kriegszügen als „Vorkämpfer“ und „Wegbereiter“ eingesetzt werden, stellen sie in solchen Kampfzeiten keine hohen Ansprüche an das Leben. Sie sind, wie Paulus in 1. Timotheus 6:8 schreibt, mit „Lebensunterhalt und Bedeckung“ zufrieden, so wie auch Jesus, der einmal sagte: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze, der Sohn des Menschen aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann“ (Matth. 8:20). Doch wir sind sicher, daß er immer eine Schlafstätte fand und auch immer das zum Leben Notwendige zur Verfügung hatte. Er hatte es nie nötig, für sich selbst ein Wunder zu wirken. In einer bestimmten Situation lehnte er sogar das Angebot des Teufels ab, aus Steinen Brot zu machen. Zu seinen Nachfolgern sagte er, sie sollten von den Lilien des Feldes und Vögeln des Himmels lernen, die Jehova so wunderbar kleidet und auch regelmäßig mit Nahrung versorgt (Matth. 6:25-34).
7 Natürlich erfordert dies Glauben. Doch Jehova wird allezeit zu seinem Wort stehen, das er gegeben hat. Darum rät uns der Apostel Paulus in 2. Korinther 13:5: „Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder.“
FOLGE JESU BEISPIEL
8 Jesu Dienst als Pionier war ein Dienst der Selbstaufopferung, den er sich freiwillig erwählte, ein Weg, den er auch uns empfiehlt. Er war mit dem, was ihm Jehova an Nahrung, Kleidung und Obdach zur Verfügung stellte, zufrieden. Ja er kannte sogar die Gefahr des Überflusses. Deshalb warnte er gemäß Markus 4:19 seine Nachfolger vor den „Sorgen dieses Systems der Dinge“, vor der „trügerischen Macht des Reichtums“ und vor den „Begierden nach den übrigen Dingen“, die das Wort Gottes ersticken und unfruchtbar machen können.
9 Darum, lieber Mitverkündiger, ob du alt bist oder jung, ob ledig oder verheiratet, überschlage die Kosten, nachdem du gebetsvoll die hier besprochenen Gedanken und angeführten Schrifttexte sorgfältig geprüft und auf dich angewandt hast. Folge der Einladung Jehovas in Maleachi 3:10, wo wir lesen: „‚Bringt alle Zehnten in das Vorratshaus, ... und stellt mich bitte darin auf die Probe‘ ..., ,ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel auftun und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist.‘“ Tritt ein in die Reihen der Pioniere! Ergreife den Beruf, der deine Zukunft sichert!