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  • g89 8. 12. S. 26
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  • Die Suche nach Frieden und Sicherheit
  • Erwachet! 1989
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Erwachet! 1989
g89 8. 12. S. 26

Die Suche nach Frieden und Sicherheit

Die meisten Menschen haben den natürlichen Wunsch nach Ruhe und Frieden, doch dieser Wunsch wurde im Verlauf der Menschheitsgeschichte nur allzuoft vereitelt. Die letzten Jahre hingegen haben einige bemerkenswerte Erfolge in der Suche des Menschen nach Frieden gebracht, wie die folgende Liste zeigt:

1985: (Oktober) Die Vereinten Nationen feiern ihr 40jähriges Bestehen und rufen 1986 zum Internationalen Jahr des Friedens aus.

(November) Erstes Gipfeltreffen der Supermächte nach sechs Jahren, als Gorbatschow und Reagan zusammenkommen; Reagan spricht von einem „neuen Start“.

1986: (Januar) Gorbatschow ruft zu einem Verbot aller Atomwaffen bis zum Jahr 2000 auf.

(September) Auf der Konferenz über vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen und Abrüstung in Europa (35 Staaten, darunter die Vereinigten Staaten, Kanada, die Sowjetunion und ganz Europa außer Albanien) wurde ein Schlußdokument unterzeichnet, um die Gefahr eines unabsichtlich ausgelösten Krieges zu verringern.

(Oktober) Gipfeltreffen von Reagan und Gorbatschow in Island scheitert, obwohl Gorbatschow sagt, sie seien nahe daran gewesen, „Entscheidungen größter historischer Tragweite zu treffen“.

1987: (Januar) Politik der Glasnost (Offenheit und Transparenz) scheint auf eine neue Ära in der Sowjetunion hinzudeuten.

(März) Erster Besuch eines britischen Premierministers in Moskau nach 12 Jahren.

(Dezember) Gorbatschow und Reagan unterzeichnen das INF-Abkommen über die Beseitigung aller landgestützten Mittelstreckenraketen.

1988: (März) Nicaragua und antikommunistische Contras unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen; Verhandlungen über eine dauerhafte Schlichtung beginnen.

(April) Sowjetunion kündigt Abzug der Truppen aus Afghanistan bis Februar 1989 an; Äthiopien und Somalia vereinbaren eine Beendigung ihres Konflikts.

(Mai) Vietnam kündigt an, vor Ende des Jahres 50 000 Mann aus Kambodscha zurückzuziehen, den Rest bis 1990.

(Juni) Der australische Premierminister Bob Hawke sagt über das Gipfeltreffen zwischen Gorbatschow und Reagan in Moskau: „Zum erstenmal in der Nachkriegszeit gibt es echte Anzeichen für das Hervortreten einer Welt, die konstruktiv in Frieden existieren kann.“

(Juli) Iran kündigt die Annahme der UN-Resolution an, mit der zu einem Waffenstillstand in dem achtjährigen Krieg zwischen Iran und Irak aufgefordert wird.

(August) Die Vereinigten Staaten sind bereit, ihren Beitragsrückstand an die UNO zu bezahlen, was die Sowjets bereits getan haben, wodurch der UNO aus ihrer Finanzkrise herausgeholfen und ihr neue Kraft gegeben werden soll.

(September) Marokko und die Guerillatruppen der Polisario nehmen den UN-Friedensplan zur Beendigung des 13jährigen Krieges in der Westsahara an.

(Oktober) Friedensnobelpreis geht an die UN-Friedenstruppen; Libyen und Tschad beendigen formell den seit langem bestehenden Kriegszustand.

(Dezember) Gorbatschow gibt vor der UNO große einseitige Reduzierung der sowjetischen Streitkräfte innerhalb von zwei Jahren bekannt sowie den Abzug von Truppen und Panzern aus der Tschechoslowakei, Ungarn und der DDR; Südafrika, Namibia und Kuba einigen sich auf die Verwirklichung der UN-Resolution am 1. April 1989, wodurch Namibia die Unabhängigkeit gewährt wird und 22 Jahre des Krieges zu Ende gehen; die Hälfte der kubanischen Soldaten in Angola soll bis zum 1. November 1989 abgezogen werden, die übrigen bis zum 1. Juli 1991; die Vereinigten Staaten sind zu einem Dialog mit der palästinensischen Befreiungsbewegung (PLO) bereit, nachdem Yassir Arafat das Recht Israels anerkannt hat, „in Frieden und Sicherheit zu existieren“.

1989: (Januar) 149 Staaten, die in Paris an der Konferenz über chemische Waffen teilnehmen, verlangen baldige Schritte, um die Entwicklung, die Herstellung, den Besitz, den Erwerb, die Weitergabe und den Einsatz chemischer Waffen zu verbieten.

(Februar) Costa Rica, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Guatemala treffen eine Vereinbarung zur Sicherung des Friedens in Mittelamerika; Kolumbiens größte Rebellengruppe FARC (revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) kündigt Waffenstillstand an, was auf ein Ende von 35 Jahren Guerillakrieg hoffen läßt.

(März) Außenminister von 35 Staaten beginnen in Wien die VKSE (Verhandlungen über die Konventionellen Streitkräfte in Europa), die auf eine Reduzierung der Streitkräfte in Europa abzielen.

(April) Vietnam gibt den völligen Truppenrückzug aus Kambodscha bis zum 30. September bekannt.

(Mai) Ungarn beginnt, den 40 Jahre alten Stacheldrahtzaun an der österreichischen Grenze abzureißen; beim ersten sowjetisch-chinesischen Gipfeltreffen seit 30 Jahren kündigen die Sowjets eine Reduzierung der Truppen in Asien an; Sowjets starten einseitigen Abzug von Soldaten und Panzern aus Osteuropa.

(Juni) US-Präsident Bushs Aufruf zu einer bedeutenden Verringerung der Truppen, Panzer, der Artillerie und der Kampfflugzeuge in Europa bis 1992 veranlaßt ein Nachrichtenmagazin zu der Aussage: „Es könnte die Tür zur bedeutendsten Abrüstung seit Ende des Zweiten Weltkriegs öffnen.“

(August) Fünf mittelamerikanische Staaten einigen sich auf einen Plan zur Beendigung der Kampfhandlungen in Nicaragua.

Trotz dieser beeindruckenden Erfolge sind viele Länder noch weit vom Frieden entfernt. In Nordirland, im Libanon, im Sudan, in Sri Lanka, in Afghanistan und auf den Philippinen, um nur einige zu nennen, kommen immer noch Menschen zufolge von Kriegshandlungen um. Viele sind zwar in bezug auf Friedensaussichten optimistischer als zuvor, aber wir dürfen nicht vergessen, daß der zweite Apokalyptische Reiter, das „feuerfarbene Pferd“ des Krieges, immer noch über die Erde galoppiert (Offenbarung 6:3, 4).

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