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  • Erwachet! 1999
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Erwachet! 1999
g99 22. 11. S. 5-8

Halten die Berichte einer Überprüfung stand?

DIE Reaktionen der Menschen auf neuzeitliche Geschichten von Begegnungen mit Engeln sind unterschiedlich. Zum einen gibt es Menschen, die daran glauben. Folgt man ihrer Logik, so müssen die Geschichten wahr sein, weil sie so zahlreich und so weit verbreitet sind. Zum anderen gibt es die Skeptiker. Sie weisen darauf hin, daß sich die Behauptungen nicht durch stichhaltige Beweise stützen lassen. Und sie argumentieren, nur weil etwas weithin geglaubt werde, müsse es noch lange nicht wahr sein. Schließlich hätten die Leute früher auch an Meerjungfrauen geglaubt. Dann gibt es noch die, die sich nicht festlegen wollen. Diese neutrale Haltung wird in dem Buch Angels—Opposing Viewpoints wie folgt ausgedrückt: „Viele Menschen behaupten, Engel gesehen zu haben. Solche Begegnungen lassen sich nicht beweisen; sie werden geglaubt. Genausowenig allerdings können Skeptiker sie widerlegen, und kaum jemand macht den Versuch.“

Viele stimmen darin überein, daß in der Bibel zuverlässige Informationen über den unsichtbaren, geistigen Bereich zu finden sind.a Sie kann uns helfen, die neuzeitlichen Geschichten über Engel richtig zu bewerten. Wie uns wahrscheinlich bekannt ist, bestätigt die Bibel ausdrücklich, daß Engel tatsächlich existieren und daß es sich um Geistgeschöpfe mit großer Macht und Herrlichkeit handelt. In der Bibel wird von Engeln berichtet, die Botschaften übermittelten und Diener Gottes vor Schaden bewahrten (Psalm 104:1, 4; Lukas 1:26-33; Apostelgeschichte 12:6-11).

Aus der Bibel geht auch hervor, daß es böse Engel gibt. Diese Geistgeschöpfe täuschen Menschen und führen sie irre, um sie von Gott abzuwenden (2. Korinther 11:14). Aus gutem Grund warnt die Bibel: „Glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen“ (1. Johannes 4:1). Bevor wir beispielsweise den Voraussagen eines selbsternannten Propheten Glauben schenkten, der sich womöglich auf das Wort Gottes beruft, wären wir gut beraten, seine Aussagen an dem zu messen, was in Gottes Wort steht. Bestimmt sollten wir darauf bestehen, daß die neuzeitlichen Berichte über Erscheinungen von Engeln derselben gründlichen Überprüfung standhalten. Was verrät daher ein Vergleich zwischen Geschichten über Begegnungen mit Engeln in unserer Zeit und dem, was in der Heiligen Schrift aufgezeichnet ist?

Engel sind nicht das, wofür viele sie halten

Zunächst sollten wir zwei weitverbreitete irrige Ansichten über Engel ausräumen. Entgegen landläufiger Meinung haben Engel nicht zuvor als Menschen gelebt. Schon lange bevor Gott Leben auf der Erde erschuf, existierten sie im Himmel. Die Bibel sagt, daß „alle Söhne Gottes [Engel] beifällig zu jauchzen begannen“, als Gott „die Erde gründete“ (Hiob 38:4-7).

Die Ansicht, Engel seien nachsichtig und würden Unrecht tolerieren, ist ein weiterer Irrglaube unserer Zeit. In Wirklichkeit halten treue Engel die gerechten Maßstäbe Gottes hoch und handeln seiner Anleitung entsprechend. Sie stehen im Dienst Gottes, nicht der Menschen (Psalm 103:20).

Engel sind an unserem geistigen Wohl interessiert

Zahlreiche Berichte über Engel in unserer Zeit handeln davon, daß jemand von ihnen gerettet wurde. In einem der meistgekauften Bücher ist von einem jungen Mädchen die Rede, das von einer unsichtbaren Hand sanft aus einem brennenden Haus geleitet wird. Ein anderes Buch erzählt von zwei Studenten, die in einem Schneesturm steckenbleiben. Plötzlich erscheint ein Lastwagen und schleppt ihr Auto ab, hinterläßt aber keine Spuren. Eine weitere Geschichte handelt von Ann, die an Krebs leidet. Drei Tage bevor sie sich im Krankenhaus einer Operation unterziehen muß, klopft ein hochgewachsener Fremder an ihre Tür. Er stellt sich als Thomas vor und sagt, er sei von Gott gesandt worden. Thomas hebt die Hand, und Ann fühlt ein heißes, weißes Licht durch ihren Körper strömen. Als sie zu der Operation ins Krankenhaus kommt, sind die Ärzte verblüfft: Ihr Krebsleiden ist verschwunden!

Angesichts solcher Geschichten drängt sich die Frage auf: Wenn jeder einen Schutzengel hat, warum werden dann manche Menschen gerettet, viele andere aber nicht? Zahllose Millionen Menschen sind an Krankheiten gestorben, in Kriegen, durch Hungersnöte und bei Naturkatastrophen umgekommen. Ganz sicher haben viele von ihnen flehentlich um Hilfe gebetet. Warum hat kein Schutzengel sie gerettet?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine Antwort. Sie macht klar, daß Gott nicht parteiisch ist (Apostelgeschichte 10:34). Außerdem sind Gottes loyale Engel zwar an unserem körperlichen Wohlergehen interessiert, viel stärker aber interessiert sie unser geistiges Wohlergehen. Der Apostel Paulus deutete dies an, als er Engel betreffend die Frage stellte: „Sind sie nicht alle Geister für den öffentlichen Dienst, ausgesandt, um denen zu dienen, die die Rettung erben werden?“ (Hebräer 1:14). Hilfe auf physischem Gebiet bringt einen zeitweiligen Nutzen. Hilfe auf geistigem Gebiet aber kann uns ewigen Nutzen einbringen.

Viele Geschichten über Engel sind recht trivial. Angeblich helfen Engel einer erschöpften Mutter, die Bettbezüge zu wechseln, erinnern jemand beim Einkaufen, die Streichhölzer nicht zu vergessen, und helfen Autofahrern, einen Parkplatz zu finden. Eine junge Frau in Schottland sagte kichernd: „Ich habe jetzt schon drei Wochen lang mein Auto in der St. Mary’s Street immer im Parkverbot abgestellt und meinen Engel gebeten, es mit Liebe und Mitgefühl zu umgeben. Kommt irgendein Verkehrspolizist in die Nähe des Autos, wird er von einem Gefühl der Liebe überwältigt, so daß mein Auto unbehelligt bleibt. Bis jetzt hat mir noch keiner einen Strafzettel verpaßt.“ Kein Wunder, daß manche die modernen Engel mit der sprichwörtlichen guten Fee oder einem Weihnachtsmann für Erwachsene vergleichen!

Treue Engel handeln nicht im Widerspruch zu Gottes Wort

Engelbücher sind voll von Sprichwörtern und Ratschlägen, die angeblich aus dem geistigen Bereich stammen. In einem Buch wird beispielsweise behauptet, die darin enthaltenen Lehren seien einer Frau in Colorado (USA) vom Erzengel Michael übermittelt worden. Unter anderem werden Michael folgende „Aussprüche“ zugeschrieben: „Alle Wege führen zu Gott. Alle Glaubensansichten, alle Wahrheiten des Lichts führen zu Gott.“ Hingegen sagte Jesus, es gebe nur zwei religiöse „Wege“ und nur einer davon führe zu Gottes Gunst und zu ewigem Leben. Der andere führe zu Mißbilligung und ewiger Vernichtung (Matthäus 7:13, 14). Offensichtlich kann nur eine dieser Aussagen stimmen.

Welche Haltung nehmen die „Engel“ der „neuen Religiosität“ zu Ehe und Moral ein? In einem Buch ist von einer gewissen Roseann die Rede, deren „Engel“ ihr sagte: „Du mußt noch viele Menschen erreichen, und dein Lebensweg stimmt nicht mehr mit dem ... [deines Mannes] überein. Du liebst ihn, und er liebt dich, aber für euch ist die Zeit gekommen, euch zu trennen.“ Roseann ließ sich scheiden. Laut Aussage der Bibel aber haßt Gott eine Scheidung ohne zulässigen Grund (Maleachi 2:16). In einer anderen Geschichte geht es um ein Paar, das Ehebruch begeht in der Überzeugung, Engel würden hoch erfreut zuschauen und die beiden mit einer Aura umgeben. Die Bibel hingegen sagt: „Du sollst nicht ehebrechen“ (2. Mose 20:14).

Könnte es sein, daß diese neuzeitlichen Botschaften die Bibel aktualisieren? Nein, Gottes Wort ändert sich nicht. Der Apostel Paulus schrieb an Personen im ersten Jahrhundert: „Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht“ (Galater 1:6-8).

„Alle Engel anrufen!“

Sollte man bei Problemen und Gefahren im Leben Engel um Hilfe anrufen? Viele Bücher haben diesen Gedanken zum Thema, wie die beiden folgenden Beispiele zeigen. Das Buch Frag deine Engel soll Lesern erkennen helfen, wie sie „Zugang zur Kraft der Engel gewinnen können“, um die Verbindung zu ihrem „inneren Selbst wiederherzustellen“ und ihre „Ziele zu erreichen“. Ein ähnliches Buch trägt den Titel Calling All Angels!: 57 Ways to Invite an Angel Into Your Life (Alle Engel anrufen! 57 Wege, einen Engel in dein Leben zu rufen).

Die Bibel hingegen fordert nirgends dazu auf, Engel anzurufen. Jesus machte das im Mustergebet klar, wenn er sagte: „Ihr sollt daher auf folgende Weise beten: ,Unser Vater in den Himmeln ...‘“ (Matthäus 6:9). Und der Apostel Paulus schrieb: „Laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden“ (Philipper 4:6).

Im Namen von Engeln

Nach der „neuen Religiosität“ ist es besonders wichtig, die Namen der Engel zu kennen. Beliebte Bücher enthalten die angeblichen Namen Tausender Engel. Wozu? Es geht nicht lediglich darum, die Neugierde zu befriedigen, sondern darum, Engel anzurufen. Das steht in engem Zusammenhang mit Magie. In der Encyclopedia of Angels heißt es, neben bestimmten Ritualen, Gegenständen mit Zauberkraft und Beschwörungen würde die „Verwendung von ‚machtvollen Namen‘ oder Namen bestimmter Geister starke Schwingungen auslösen, die die Tür zwischen der materiellen Welt und der Geisterwelt öffnen, so daß der Magier ... mit den Geistern kommunizieren kann“. Die Bibel sagt jedoch unmißverständlich: „Ihr sollt nicht Magie treiben“ (3. Mose 19:26).

Die Bibel selbst offenbart lediglich die Namen von zwei treuen Engeln: Michael und Gabriel (Daniel 12:1; Lukas 1:26). Auf diese Weise zeigt sie, daß jeder Engel ein einzigartiges Geistwesen ist. Warum werden nicht mehr Namen genannt? Wahrscheinlich soll dadurch vermieden werden, daß Menschen den Engeln eine Stellung ungebührlicher Ehre zusprechen — etwas, was Engel selbst nie für sich in Anspruch nehmen würden. Als etwa Jakob einen Engel bat, seinen Namen zu nennen, weigerte sich der Engel (1. Mose 32:29). Später gab sich der Engel, der Josua erschien, nicht mit seinem Namen zu erkennen, sondern als „Fürst des Heeres Jehovas“ (Josua 5:14). Und als der Vater Simsons einen Engel nach seinem Namen fragte, wurde ihm gesagt: „Warum denn solltest du nach meinem Namen fragen, wenn es ein wunderbarer ist?“ (Richter 13:17, 18). Gottes treue Engel erwarten von uns, Gott zu ehren und ihn anzurufen statt die Engel.

[Fußnote]

a Aufschluß darüber, warum man der Bibel als Informationsquelle Glauben schenken kann, enthält die Broschüre Ein Buch für alle Menschen, herausgegeben von der Wachtturm-Gesellschaft.

[Herausgestellter Text auf Seite 6]

„Für Personen, die sich von Gott und seinen Regeln allzusehr eingeschränkt fühlen, ... sind die Engel [des New Age] eine praktische Kompromißlösung, ... freundlich und nicht verurteilend. Und sie sind für jeden zugänglich, so einfach wie eine Kopfschmerztablette“ (Time).

[Kasten auf Seite 5]

Neuzeitliche „Begegnungen“ mit Engeln und Außerirdischen

Viele Menschen behaupten heute, Engel gesehen und mit ihnen gesprochen zu haben. Andere geben vor, mit Außerirdischen aus fremden Welten Verbindung gehabt zu haben. Das Buch Engel — Eine bedrohte Art führt Ähnlichkeiten zwischen Berichten beider Kategorien auf und behauptet, es gebe eine einheitliche Erklärung dafür.b Nachstehend folgt eine Zusammenfassung der im Buch aufgeführten Ähnlichkeiten:

1. Engel wie Außerirdische stammten aus „anderen Welten“.

2. In beiden Fällen handele es sich um dem Menschen überlegene Lebensformen, sei es auf spirituellem oder auf technischem Gebiet.

3. Die „gute“ Variante erscheine in jugendlicher Schönheit und sei freundlich und voller Mitgefühl.

4. In beiden Fällen sei die Sprache keine Schwierigkeit, da die Wesen die Sprache des Zuhörers deutlich sprächen.

5. Beide seien Meister in der Kunst des Fliegens.

6. Erscheinungen von Engeln wie von Außerirdischen seien von strahlendem Licht begleitet.

7. Beide Arten erschienen vollständig bekleidet, gewöhnlich mit langen, fließenden Roben oder enganliegenden Gewändern. Häufigste Farben seien Weiß oder Blau.

8. Beide Arten seien in der Regel genauso groß wie Menschen.

9. Beide Arten äußerten sich besorgt über den bedauernswerten Zustand der Menschheit und unseres Planeten.

10. Einziger Beweis für eine Begegnung mit Außerirdischen und Engeln ist jeweils die Aussage dessen, der sie gesehen haben will.

[Fußnote]

b Die für beide Kategorien einheitliche Erklärung besteht darin, daß offenbar böse Geister, das heißt Dämonen, hinter vielen solchen „Begegnungen“ stecken. Die Bibel sagt dazu: „Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). (Siehe Erwachet! vom 8. Juli 1996, Seite 26.)

[Bild auf Seite 7]

Die Bibel enthält wahre Berichte über Engel, die Menschen erschienen

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