Sich der Dringlichkeit des Dienstes bewußt sein
Neue Höchstzahl von 91 068 Königreichsverkündigern
1 Die Einsammlung der „anderen Schafe“ schreitet schnell voran. In den ersten fünf Monaten dieses Dienstjahres sind bereits 69 838 Personen Jünger Christi geworden, die sich Gott hingegeben haben und getauft wurden. In Westdeutschland und West-Berlin haben während der Monate September bis März allein 2 783 diesen wichtigen Schritt getan. Und im Monat März waren in Westdeutschland mehr Königreichsverkündiger tätig als je zuvor: 91 068! Um die Brüder in unserem Land und in den Ländern, für die hier im Bethel Veröffentlichungen hergestellt werden, mit den notwendigen Hilfsmitteln zu versorgen, hat die Bethelfamilie fleißig gearbeitet. Stellt euch vor, in den vergangenen sechs Monaten wurden 1 587 256 gebundene Bücher und insgesamt 13 075 300 Zeitschriften in der Fabrik in Wiesbaden hergestellt!
2 Es ist eine Freude, zu beobachten, wie unsere Brüder und Schwestern in Westdeutschland und West-Berlin aufrichtig bemüht sind, in diesen „letzten Tagen“ die „gute Botschaft“ zu verkündigen. Im Februar wurden trotz winterlicher Kälte 1 154 757 Stunden im Predigtdienst verbracht. Die Zahl der Verbreiterexemplare der Zeitschriften stieg um 100 495. Diese Zeitschriften können bestimmt mithelfen, daß sich das Herz aufrichtiger Menschen für die Wahrheit auftut.
3 Wenn wir beobachten, was heute geschieht, müssen wir ganz einfach die Dringlichkeit der Zeit erkennen. Wir wissen, daß Jesus Christus bereits über das „Königreich der Welt“ herrscht. Wir leben in der weit vorgerückten „Zeit des Endes“. Die Erfüllung der Prophezeiung deutet unmißverständlich auf die herannahende Vernichtung Babylons der Großen hin. Erfüllt uns das nicht mit Eifer, unser Gebiet so oft wie möglich durchzuarbeiten? Ja, wir möchten, daß die Menschen JETZT die Wahrheit kennenlernen.
4 Überall müssen die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, was Jehova an großartigen Dingen für die Menschheit vorgesehen hat. Jetzt muß ihnen geholfen werden, zu erkennen, daß sie eine Entscheidung zu treffen haben, und zwar, ob sie wirklich Gottes Königreich herbeiwünschen oder die Vergnügungen dieser Welt vorziehen und sich dem „Gott dieses Systems der Dinge“ unterwerfen wollen. (2. Kor. 4:4) Das Buch Ewiges Leben — in der Freiheit der Söhne Gottes ist ein ausgezeichnetes Mittel, ihnen diese entscheidende Frage vorzulegen. Im Mai sollten wir daher jede Gelegenheit ergreifen, diese Veröffentlichung zusammen mit einer Broschüre abzugeben.
5 Je mehr Zeit wir im Haus-zu-Haus-Dienst einsetzen und je mehr Möglichkeiten zum gelegentlichen Zeugnisgeben wir nutzen, desto mehr Menschen können wir helfen, die Wahrheit kennenzulernen. Die in unserem Gebiet wohnenden Menschen sind unsere Nächsten. Sie befinden sich aber in großer geistiger Not. Um anderen helfen zu können, müssen wir den einzelnen Menschen sehen und dürfen deshalb nicht das Gebiet als Ganzes beurteilen. (Luk. 10:36, 37) Wenn wir im Sinn behalten, daß wir Jehovas Namen tragen und seine Botschaft zu einem Zeugnis bekanntmachen, können wir Befriedigung darin finden, zu wissen, daß wir Gottes Willen tun, ganz gleich, wie die Menschen auf die Botschaft reagieren.
6 Das wärmere Wetter und die längeren Tage bieten Gelegenheit, in den Abendstunden zu predigen und auch vermehrt Straßendienst zu verrichten. Eine 87jährige Pionierschwester gab in einem Monat im Straßendienst 1 500 Zeitschriften ab. Viele haben gute Ergebnisse erzielt, indem sie Menschen ansprachen, die in ihrem Wagen in Einkaufszentren warteten.
7 Natürlich wissen wir, daß die Verbreitung von Literatur nur e i n e n Teil unseres Predigtwerkes ausmacht. Es ist wirklich erforderlich, bei interessierten Personen wieder vorzusprechen, indem wir Rückbesuche machen und Heimbibelstudien durchführen. Viele haben es geschätzt, daß ihnen der Pionierdienst auf Zeit geholfen hat, einen größeren Anteil an dieser Tätigkeit zu haben. Ein Bruder erklärte: „Als Pionier auf Zeit konnte ich im vergangenen Monat sechs Bibelstudien beginnen und in diesem Monat bis jetzt vier.“ Auf die Frage, ob er etwas Besonderes unternommen habe, um Studien einzurichten, antwortete er „Nein, ich erkläre ganz einfach den Menschen, daß der Zweck unseres Predigtdienstes darin besteht, mit ihnen die Bibel zu studieren.“ Er fand als Pionier auf Zeit so viele interessierte Personen, daß er den allgemeinen Pionierdienst aufnahm, um diese Personen betreuen zu können.
8 Wir mögen vielleicht nicht in der Lage sein, ein allgemeiner Pionier zu werden, doch können wir vielleicht am Predigen des Königreiches und am Jüngermachen einen größeren Anteil haben. Wenn wir uns der Kürze der Zeit bewußt sind, ist es unser Wunsch, alles zu tun, was wir vernünftigerweise gemäß unseren Verhältnissen tun können, indem wir mit dem „Sekretär des Königs“, den Gesalbten Jehovas, im Kennzeichnen der Stirnen aufrichtiggesinnter Menschen zusammenarbeiten. (Hes. 9:4) Wenn wir das tun, wird uns Jehova reichlich segnen.
[Herausgestellter Text auf Seite 1]
Gemeinsam mit dem Sekretär des Königs würdige Stirnen kennzeichnen